Allgemein

Orientierungseinheit WiSe 2021/22

Liebe (zukünftige) Kommiliton:innen,

wir möchten euch hiermit bereits von studentischer Seite am Fachbereich willkommen heißen, herzlich zur Orientierungseinheit (kurz: OE) des Bachelor-Studiengangs „Sozialökonomie“ im Wintersemester (WiSe) 2021/2022 einladen und euch dazu vorab schon mal einige Informationen geben.

Die OE-Woche findet vom 04.10.21 bis zum 08.10.21 in Präsenz am Campus der Uni Hamburg statt. Die Tage sind als ganze Seminartage geplant, das heißt, dass ihr euch in dieser Woche von 10 Uhr bis ca. 16:30 Uhr zeitnehmen solltet, um durchweg mitmachen zu können. Mit dieser Woche wollen wir euch einen bestmöglichen und schlichtweg orientierungsgebenden Einstieg in das Studium ermöglichen. Inhaltlich werden wir uns vom grundlegenden Aufbau des Studiums bis hin zur Entstehung des Fachbereichs und darüber hinaus auch mit Möglichkeiten der Mitgestaltung auseinandersetzen. Und selbstverständlich geht es auch darum, euch (und uns) alle untereinander kennenzulernen, um die kommenden Jahre nicht allein, sondern gemeinsam angehen zu können.

Wo findet ihr zukünftig alle Infos?

Zur Bereitstellung sämtlicher Informationen, zur Einteilung in kleinere OE-Gruppen für die OE-Woche und zum weiteren Kontakt, ist ein Kurs auf der digitalen Lern- und Lehrplattform „OpenOlat“ für euch angelegt worden. Zum Beitreten klickt bitte auf diesen Link: https://www.openolat.uni-hamburg.de/auth/RepositoryEntry/208240762/CourseNode/104437034164653, hier könnt ihr euch dann mit eurer „B-Kennung“ (solltet ihr per Brief erhalten haben) anmelden.

 

Von jetzt an werden alle neuen Infos zum weiteren OE-Ablauf primär über „OpenOlat“ veröffentlicht.  Wir versuchen bis spätestens eine Woche vor der eigentlichen OE-Woche die finalen Infos zum Ablauf der OE zu veröffentlichen. Haltet da also euren Kurs im Blick und aktiviert ggf. die E-Mail-Weiterleitung an euer privates Postfach.

Solltet ihr vorab noch Fragen haben wie z.B. es nicht schaffen euch bei OpenOlat anzumelden, könnt ihr euch gerne an das studentische OE-Tutor:innen-Team wenden und eine Mail an Koordination.OE@gmail.com senden.

Wir freuen uns euch kennenzulernen und auf die gemeinsamen Diskussionen!

Euer studentisches Tutor:innen-Team der OE WiSe 21/22

Eine andere Welt ist möglich! Kundgebung am 11.9.21 in Erinnerung an den Putsch gegen Salvador Allende 1973 und in internationaler Solidarität mit dem linken Aufbruch in Lateinamerika heute

Kundgebung in Erinnerung an den Putsch gegen Salvador Allende 1973 und in internationaler Solidarität mit dem linken Aufbruch in Lateinamerika heute.
SAMSTAG, 11. SEPTEMBER 2021, 14 Uhr, ALLENDE-PLATZ
Musik von: Grupo Resistencia, Charo Mendívil, Las Chispas, Hugo Leyton, Katy Santos, Colombia Solidaria
Vor Beginn des sozialistischen Umbaus galt in Chile ein Großteil der Kinder als unterernährt, Millionen konnten weder lesen noch schreiben und 500.000 Familien waren obdachlos. In dieser Situation errang in freien Wahlen die Unidad Popular mit Salvador Allende 1970 die Präsidentschaft. In der folgenden Regierungszeit wurden u.a. die Bodenschätze verstaatlicht, ausländische Großunternehmen und Banken enteignet, 20.000 km² Land von Großgrundbesitzer*innen an Bäuer*innen und Kollektive übergeben, die Preise für Miete, wichtige Grundbedarfsmittel staatlich festgelegt und Bildung sowie Gesundheitsversorgung kostenfrei. Ab dem ersten Tag der Präsidentschaft Allendes wurde ausgehend von der Regierung der USA versucht, die (post)koloniale, imperialistische Weltordnung durch ein gnadenloses Kredit- und Handelsembargo, Geheimdienstoperationen inklusive Mordanschläge und die Unterstützung rechter Gruppen und Militärs im Inland aufrechtzuerhalten. Am 11. September 1973 putschte der General Augusto Pinochet mit Unterstützung der CIA und errichtete eine faschistoide Militärdiktatur. Die erreichten sozialen Fortschritte wurden daraufhin mittels eines aus den USA diktierten neoliberalen Programms zerstört, das später in Lateinamerika und weltweit exportiert wurde.
Doch diese damals eingeleitete Phase des Imperialismus, Kapitalismus und Neoliberalismus wird nun endlich ein Ende haben: in Chile hat eine soziale Bewegung – mit den Liedern von damals auf den Lippen – die Pinochet-Verfassung abgeschafft und einen demokratischen und sozialen Verfassungsgebungsprozess erkämpft, Kuba trotzt weiter der Embargo-Politik und ist beispielgebend für ein humanes Gesundheitswesen weltweit, in Kolumbien ist die soziale Bewegung mit Generalstreik für Frieden uns soziale Gerechtigkeit auf den Straßen, in Peru gelang die Wahl eines sozialistischen Lehrergewerkschafters zum Präsidenten, Venezuela hält weiter Stand gegen die imperialistischen Angriffe, in Bolivien hat das Movimiento al Socialismo den Putsch zurückgeschlagen und in Brasilien formiert sich eine breite Bewegung zur Überwindung des Bolsonarismus für eine solidarische Zukunft. In Hamburg machen wir uns auf, die Rüstungsexporte über den Hamburger Hafen per Volksinitiative zu stoppen, die Austeritätspolitik zu beenden und in Berlin stimmt die Bevölkerung im September über die Vergesellschaftung der Wohnungskonzerne ab.
Wir wollen mit der Kundgebung an den chilenischen Aufbruch von damals, die Brutalität des Imperialismus (bis heute) und die darauf folgende internationale Solidarität erinnern. Wir wollen diskutieren, wie wir Imperialismus und neoliberalen Kapitalismus in Lateinamerika und hier überwinden und eine friedliche, sozial gerechte und antirassistische Welt aufbauen können. Unter anderem mit Musik, Rede- und Kulturbeiträgen von damals und heute in Lateinamerika und international Aktiven.
Für einen neuen Aufbruch. Eine andere Welt ist möglich!
Am Samstag den 11.9.2021, ab 14 Uhr auf dem Allende-Platz
Organisiert von: Asamblea Abierta Chile Despertó, Waj Mapu – für die Menschenrechte der Mapuche, Referat für internationale Studierende im AstA der UHH, International solidarisch: Schluss mit Austerität, Inti Taklla, Piñera a La H aya Europa, Voz Latina Hamburg, Colombia Solidaria

Akteure und Konzepte des antifaschistischen Widerstandes in Deutschland 1933 – 1945

John Heartfield, 1937: „Gewidmet dem ‚Schwarzsender‘, der Abend für Abend ‚trotz Gestapo‘ den Kampf für Frieden, Freiheit und Demokratie führt.“

Akteure und Konzepte des antifaschistischen Widerstandes in Deutschland 1933 – 1945

Vortrag und Diskussion mit Prof. Dr. Joachim Hösler (Uni Marburg)

10. September 2021, 18 Uhr, Hörsaal im Fachbereich Sozialökonomie der Uni Hamburg (ehemalige HWP), Von-Melle-Park 9, 20146 Hamburg

„Und was will die Volksfront? Ganz einfach: sie will für das Volk, nicht gegen das Volk regieren, sie will dem Volk geben, was ihm zukommt, sie will den Frieden und die Freundschaft mit allen Völkern. Sie will, dass jeder wieder etwas zu sagen hat und mitreden und mitbestimmen darf. Der Arbeiter soll was zu sagen haben, wie es mit dem Lohn und der Arbeitszeit ist, der Bauer, wie es mit der Landwirtschaft steht, der Kaufmann und der Handwerker, der Beamte und der Soldat, alle sollen das Recht haben, zu sagen was sie denken und wollen. Das ist es, was man demokratische Rechte nennt. Ein solcher demokratischer Staat, eine solche Volksfrontrepublik, in der das Volk zu Wort und zu seinem Recht kommt, das ist das Ziel, das wir uns setzen müssen. […] Solch ein Staat wird reich sein, weil er vom Volke regiert wird und das Volk reich macht, weil er für die Bedürfnisse des Volkes, nicht für den Profit der grossen Fabrikanten und Bankiers arbeitet. Das klingt fast zu schön, um wahr zu sein – aber so schön es ist, es kann wahr werden und es wird wahr werden, wenn sich jeder auf seine Kraft besinnt, wenn er sich sagt: jawohl, ich will auch mitzubestimmen haben, wenn er sich einreiht in die Volksfront, die für eine schöne und bessere Zukunft – für ein freies, friedliches, glückliches Deutschland kämpft. Was kommt nach Hitler? Wir – wir alle! Die Zukunft wird unser sein!“
Ausschuß der Freunde einer deutschen Volksfront in Großbritannien, Frühjahr 1939; der Aufruf wurde in tausenden Exemplaren mit Briefen an Empfänger im deutschen Reichsgebiet gesandt

Mit weitreichenden Ambitionen für ein ziviles, demokratisches und soziales globales Zusammenleben realisierte eine weltumspannende antifaschistische Allianz gegen die faschistische Barbarei Humanität. Die Wehrmacht wurde so zur bedingungslosen Kapitulation am 8. Mai 1945 gezwungen. Dieser Tag der Befreiung von deutschem Faschismus und Weltkrieg muss deswegen auch in der BRD endlich ein Feiertag werden!

Für die heutige Verwirklichung „einer neuen Welt des Friedens und der Freiheit“ (Schwur der ehem. KZ-Häftlinge von Buchenwald, 1945) ist es von immenser Bedeutung, dass es entgegen der staatsoffiziellen Behauptung der „Kollektivschuld“ zwischen 1933 und 1945 in Deutschland eine antifaschistische Widerstandsbewegung gab. Denn sie zeigt uns: selbst die brutalste Form eines Systems von Ausbeutung, Konkurrenz, Krieg und Genozid – der Faschismus – ist weder Naturgesetz noch allmächtig: Widerstand ist immer eine notwendige Möglichkeit.

Wie aber sah der antifaschistische Widerstand im faschistischen Deutschland aus? Aufklärung mit Flugblättern und Zeitungen, Sabotage und Langsamarbeiten, Verstecken und Unterstützen von Verfolgten und Zwangsarbeiter*innen, Attentate auf Hitler (u.a. durch Georg Elser 1939), Widerstandsarbeit in den KZs bis hin zur Selbstbefreiung der KZ-Häftlinge in Buchenwald, Deserteure, klandestines Swing-Tanzen und Rezipieren humanistischer Kultur, Emigrant*innen wie Thomas Mann mit seinen Radioansprachen „An die deutschen Hörer“, etc.
Der Widerstand in Deutschland wurde getragen von der kommunistischen, sozialdemokratischen und gewerkschaftlichen Arbeiter*innenbewegung in Verbindung mit bürgerlich-humanistischen Kräften, antifaschistischen Christ*innen und den von den Nazis als jüdisch, homosexuell, asozial, Sinti und Roma etc. Verfolgten, sowie zahlreichen (internationalen) Zwangsarbeiter*innen. Sie haben aus der Befürwortung des Lebens ihre Kraft geschöpft, aus der Gewissheit, dass sie diesen Kampf gemeinsam mit Menschen aus der ganzen Welt führen und dass Freiheit, Gleichheit und Solidarität siegen werden über Menschenfeindlichkeit, Gehorsam und Opportunismus.
Aus ihrem Kampf zu lernen und ihr Anliegen in gesellschaftliche Tat umzusetzen, ist heute unser Auftrag. Er beginnt dabei, ihr Wirken gegen allerlei Lügen vom „Schlussstrich“ oder „Vogelschiss“ in die tätige Erinnerung zu rufen.

Dies wollen wir anlässlich des „Tags der Opfer des Faschismus“ diskutieren, der von Überlebenden direkt nach der Befreiung zum Erinnern, Mahnen und Diskutieren aller Strömungen des Widerstands und der Verfolgten 1945 ins Leben gerufen wurde – in dieser Weise das erste Begehen eines Tages der Befreiung in Deutschland.

Für Vortrag und Diskussion haben wir Prof. Dr. Joachim Hösler eingeladen. Er wird die Akteur*innen des antifaschistischen Widerstandes lebendig machen hinsichtlich ihrer Aktivität und Konzepte. Weiter geht es um Gründe des Scheiterns der Einheitsfront der Arbeiterbewegung 1933 sowie die spätere Kooperation aller Widerstandskräfte: welche inhaltliche Stoßrichtung und neue Qualität bildete sich in dem Zusammenschluss unter und gegen widrigste Bedingungen faschistischen Terrors? Was waren die Nachkriegskonzepte im Widerstreit zwischen Befreiung und faschistischen Kontinuitäten? Welche geschichtspolitische Bedeutung hat das Thematisieren und Bearbeiten der (sozialökonomischen) Ursachen des Faschismus und der antifaschistischen Widerstandsbewegung heute?

Aus der Diskussion dieser Fragen wollen wir Schlussfolgerungen für heute ziehen und diskutieren, warum und wie wir den 8. Mai hamburg- und bundesweit zum offiziellen und gelebten Feiertag machen.

Dr. Joachim Hösler ist Politikwissenschaftler und Historiker, der außerplanmäßiger Professor für Neuere und Osteuropäische Geschichte an der Universität Marburg ist und vor allem zur Geschichte und zum politischen System der Sowjetunion (u.a. zur Geschichtswissenschaft) und Russlands im 20. Jahrhundert arbeitet. Er ist Mitglied des Bundes demokratischer Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler und hat u.a. bei Reinhard Kühnl studiert.

Eine Veranstaltung des Hamburger Ratschlags für den 8. Mai als Feiertag: www.8mai-hamburg.de

BACK TO UNIVERSITY – Semesterabschlusswoche

Liebe Kommiliton:innen,

die letzten drei Online-Semester und die damit verbundene Vereinzelung haben stark an unser Aller Kräfte und Nerven gezerrt. Doch dies kann jetzt (zumindest teilweise) ein Ende haben! Lehrveranstaltungen und auch andere Diskussions- und Kulturveranstaltungen dürfen ab sofort endlich wieder in Präsenz stattfinden, in den Bibliotheken kann wieder gelernt werden und auch in der Mensa und im Schlüters kann wieder (ohne Testpflicht) gemeinsam gegessen und über das Verständnis der Welt und unsere Rolle darin diskutiert werden. Zeit also, dass wir alle an den Campus zurückkehren und die Uni auf neuem solidarischen, kritischen, erfreulichen Niveau wieder eröffnen!

In diesem Sinne lädt der Fachschaftsrat Sozialökonomie (FSR) euch herzlich zur gemeinsamen Belebung des Campus ein:

– Vor allem, aber nicht ausschließlich, für Kommiliton:innen aus den ersten drei Semestern, die den Campus noch nicht kennenlernen konnten, findet am Dienstag, den 06.07.21, um 16 Uhr und am Freitag, den 09.07.21, um 14 Uhr ein CAMPUSRUNDGANG statt, um sich mit den historischen Orten der Uni auseinander zu setzen, aber auch um räumliche Orientierung zu schaffen. Startpunkt ist hier jeweils vorm Haupteingang unseres Gebäudes (Von-Melle-Park 9).

– Am Mittwoch, den 07.07.21 um 14.15 Uhr laden wir als FSR alle Interessierten zu einer offenen FSR-Sitzung ein. Für den Ort (am Campus) meldet euch gern unter fsr-sozoek@uni-hamburg.de.

– Am Donnerstag, den 08.07.21 werden wir kollektiv um 14 Uhr an der Sitzung des Akademischen Senats teilnehmen, wo es auch wieder um die erweiterte Öffnung der Uni gehen wird. Weitere Informationen findet ihr hier: https://www.uni-hamburg.de/uhh/organisation/gremien/akademischer-senat.html.

– Zum Abschluss der Woche werden wir am Freitag, den 09.07.21, anschließend an den zweiten Campusrundgang die (vorläufige) Abschlusssitzung des studentischen Seminars des Themensemesters zum New Deal gestalten. Für den Ort (am Campus) meldet euch gern unter fsr-sozoek@uni-hamburg.de.

– Im Anschluss daran (09.07., ab 19.00 Uhr) wollen wir das Semester bei einem SEMESTERAUSKLANG mit Getränken, Snacks, Musik und guten Gesprächen gemeinsam rund um das Café Knallhart (Von-Melle-Park 9) ausklingen lassen.

Wir freuen uns auf euch, auf einen regen Austausch in dieser Woche und die gemeinsame Belebung des Campus! Bei Fragen aller Art meldet euch gern bei uns unter fsr-sozoek@uni-hamburg.de.

Euer Fachschaftsrat Sozialökonomie

Fakultäts- und Fachbereichsratswahlen 2021

Noch bis zum 09. Juli können alle Studierenden ihre Vertreter:innen in den Fakultäts- und Fachbereichsräten wählen. Für die demokratische, sinnvolle und erfreuliche Entwicklung der Uni und des Studiums haben wir alle und unsere Wahl Bedeutung. Deshalb rufen wir euch auf: Beteiligt euch an den Wahlen und wählt die kritischen Fachschaftsaktiven!

Als Mitglieder des Fachschaftsrats Sozialökonomie kandidieren wir auf der Liste „Für kritische Wissenschaft und Interdisziplinarität“ für den Fakultätsrat und den Fachbereichsrat. Wir wirken im Fachschaftsrat, den Gremien der demokratischen Selbstverwaltung und in verschiedenen Bündnissen und Initiativen (an der Hochschule) für…

  • kritische Wissenschaft in gesellschaftlicher Verantwortung!
  • sofortige Öffnung der Universität in solidarischer Präsenz!
  • Studienreform für emanzipatorische Bildung!
  • bedarfsdeckende und Entwicklung ermöglichende öffentliche Finanzierung!

Denn es kann ganz anders und gut werden (sozial, friedlich, demokratisch, kulturvoll
– und damit menschengemäß und erfreulich), wenn wir uns gemeinsam dafür einsetzen!

Unser ganzes Programm, sowie die Kandidierenden, könnt ihr euch hier anschauen: Programm-final

Gewählt werden kann noch bis Freitag, 09.07.2021, 14 Uhr – nur per Brief. Der Brief kann auch persönlich im Wahlamt, im Mittelweg 177, abgegeben werden.


Genauere Informationen zu den Gremien:

Der Fakultätsrat ist das höchste, demokratisch gewählte Selbstverwaltungsgremium der Fakultät für Wirtschafts- und Sozialwissenschaften. Er trifft wichtige Richtungsentscheidungen über die Struktur und Entwicklung von Studium, Lehre und Forschung. Insgesamt werden 19 Fakultätsratsmitglieder (mit jeweils einer Stellvertretung) gewählt: 10 Professor:innen, 3 Wissenschaftliche Mitarbeiter:innen, 3 Mitglieder des Technischen und Verwaltungspersonals und 3 Studierende).

Der Fachbereichsrat ist das zentrale demokratisch gewählte Selbstverwaltungsgremium auf Ebene des Fachbereichs Sozialökonomie. Er setzt sich aus dem bzw. der Fachbereichssprecher:in, vier Professor:innen aus den vier Fachgebieten, sowie je einem bzw. einer Vertreter:in des wissenschaftliches Personals, des Technischen und Verwaltungspersonal und der Studierenden zusammen.

 

Themensemester Aktionswoche vom 15.06. bis 18.06.2021

Update [11.06.21]: Die Themsemester Aktionswoche wird, wie im letzten Jahr, auf der Wiese neben unserem Gebäude (Von-Melle-Park 9) stattfinden. Die Veranstaltungen am Dienstag, den 15.06. und am Donnerstag, den 17.06. werden außerdem hybrid stattfinden, sodass man sich über Zoom dazuschalten kann. Dafür hier der Link: https://uni-hamburg.zoom.us/j/61097719117

In der Woche vom 15.06. bis 18.06.21 findet die Aktionswoche des Themensemesters “Ein New Deal für heute!” statt. Wir rufen alle Lehrenden und Studierenden am Fachbereich Sozialökonomie auf, sich an der Aktionswoche zu beteiligen.

Alle Kurse, die sich an der Aktionswoche beteiligen wollen werden in dieser Woche für die Öffentlichkeit geöffnet und gemeinsam in einer Wochenübersicht angekündigt. So haben wir die Möglichkeit, als Fachbereich zusammen zu kommen und über die dringend notwendigen gesellschaftlichen Reformen zu diskutieren, zu deren Realisierung wir aus der Sozialökonomie beitragen wollen. Sprecht die Aktionswoche also in euren Kursen an und diskutiert untereinander ob und wie ihr euch daran beteiligen wollt.

Update [11.06.21]: Die Themsemester Aktionswoche wird, wie im letzten Jahr, auf der Wiese neben unserem Gebäude (Von-Melle-Park 9) stattfinden. Die Veranstaltungen am Dienstag, den 15.06. und am Donnerstag, den 17.06. werden außerdem hybrid stattfinden, sodass man sich über Zoom dazuschalten kann. Dafür hier der Link: https://uni-hamburg.zoom.us/j/61097719117

Einen Eindruck davon, wie die Aktionswoche im letzten Jahr ausgesehen hat, könnt ihr hier bekommen.

Dienstag

10-12 Uhr: Gemeinwesen-und Sozialraumorientierung in der Sozialpädagogik mit Florian Muhl (Eine ausführliche Ankündigung findet ihr hier)
12-14 Uhr: „Ofcourse we spent money“ – zur Haushaltspolitik des New Deals mit Steffen Lehndorff (Eine ausführliche Ankündigung findet ihr hier)
15-17 Uhr: Nicht länger nichts – zum Herausbilden eines neues Selbstbewusstseins mit Steffen Lehndorff (Eine ausführliche Ankündigung findet ihr hier)
18-20 Uhr: Rechtl. Verankerung Internationaler Unternehmensverantwortung als Teil des neuen New Deals mit Karsten Nowrot, Kristina Hadzhieva und Felix Boor (Eine ausführliche Ankündigung findet ihr hier)

Mittwoch

14-16 Uhr: Offene Sitzung des FSR Sozialökonomie
16-18 Uhr: Geld-theoretische Grundlagen des Green New Deal mit David Hock und Ulrich Fritsche (Eine ausführlichere Ankündigung findet ihr hier)
21-23 Uhr: Freilichtkino gegen Austerität: „Komm und sieh“ (1985) 

Donnerstag

12-14 Uhr: Euroskeptizismus und soziale Ungleichheit mit Katharina Zimmermann, im Rahmen des Kurses „Der Euopean Green Deal aus europasoziologischer Sicht“
18-20 Uhr: Gesundheit für alle? – Der Konflikt um die Aussetzung der COVIDImpfstoffpatente mit Jörg Schaaber (BUKO Pharma) und Karsten Nowrot, im Rahmen des Kurses „Öffentliches Wirtschaftsrecht aus internationaler Perspektive“, in Kooperation mit dem ZÖSS (Eine ausführlichere Ankündigung findet ihr hier)

Freitag

Wer setzt(e) den (neuen) New Deal durch? Abschlussplenum der Aktionswoche

Das gesamte Programm für die Aktionswoche findet ihr auch nochmal hier als pdf. 

 

Wir freuen uns auf erkenntnis- und folgenreiche Diskussionen!

Bei Fragen oder Ideen schreibt uns gerne eine Email an: fsr-sozoek[at]uni-hamburg.de

Themensemester 2021/2022

Ein New Deal für heute! Wie gestalten wir einen solidarischen und nachhaltigen Weg aus der Krise? 

Im aktuellen Themensemester des Fachschaftsrats Sozialökonomie beschäftigen wir uns mit dem historischen Reformprojekt des New Deal und mit den weitreichenden gesellschaftspolitischen Konsequenzen, die aus der aktuellen Krise zu ziehen sind. Als Fachschaftsrat organisieren wir im Rahmen des Themensemesters Diskussionsveranstaltungen, ein (autonomes) studentisches Seminar und eine Themensemester Aktionswoche vom 15.-18. Juni 2021. Alle sind eingeladen, sich daran zu beteiligen!

Warum beschäftigen wir uns mit dem New Deal?

Die Covid19-Pandemie legt grundlegende Probleme der gesellschaftlichen Organisation offen und wirkt zugleich in vielfacher Hinsicht als Krisenkatalysator. Ein Weg aus der Krise besteht in nachhaltigen Verbesserungen und massiven öffentlichen Investitionen in Bildung, Kultur, Soziales, Arbeit, Nachhaltigkeit und Demokratie. Die gesellschaftliche Situation stellt damit auch die Sozialökonomie vor neue Herausforderungen: Wie gelingt nachhaltige Wirtschaftspolitik gegen die ökonomische Krise und für einen sozial-ökologischen Umbau? Wie gestalten wir ein Gemeinwesen, das den Menschen in den Mittelpunkt stellt? Wie kann ein gesellschaftliches Reformprogramm aussehen, das eine Antwort bietet auf die bestehenden Probleme und die Menschheit voranbringt?

Gegen die über lange Zeit forcierte Alternativlosigkeitsvorstellung gilt es ein neues geschichtliches Selbstbewusstsein zu erarbeiten. Wie bringen wir diese neue Konfliktfähigkeit hervor? Wie legen wir uns mit denjenigen Interessen an, die von der Alternativlosigkeitserzählung dieser Verhältnisse profitieren?

Der historische New Deal, der als Antwort auf eine ähnlich tiefgreifende Krise zu Beginn der 30er Jahre in den USA (“Great Depression”) durchgesetzt wurde, war ein umfassendes Reform- und Demokratisierungsprogramm. Mit massiven Beschäftigungs- und Investitionsprogrammen, einer Stärkung der Gewerkschaften und Arbeitnehmerrechte, einem Ausbau der sozialen Infrastruktur inklusive Bildung und Kultur sowie einer Regulierung des Finanzmarktes und massiver Vermögensbesteuerung trug er zu einer solidarischen Lösung der Krise bei. Beispielhaft seien hier folgende politische Maßnahmen angeführt:

Civilian Conservation Corps: Einsatz von 2,5 Mio. Jungen arbeitslosen Männern in der Landschaftspflege und Aufforstung. | Tennessee Valley Authority: Ausbau von Staudamm-Systemen zwecks Bewässerung, Bewirtschaftung u. Elektrifizierung | Civilian Works Administration: Öffentliche Beschäftigungsgesellschaft, mit der innerhalb von drei Monaten vier Mio. Jobs geschaffen wurden, u.a. Bau von Schulen, Straßen, Spielplätzen, Kindergärten; Unterstützung von 3.000 Künstler*innen u.a. zur literarischen und dokumentarischen Verarbeitung der Krisenjahre und des New Deal. | Securities and Exchange Commission: Staatliche Börsenaufsicht wurde eingeführt | National Labour Relations Act: Gesetzliche Absicherung des Rechts auf gewerkschaftliche Organisierung und Kontrolle der Beschäftigungsstandards. | Revenue Act: Einführung “Reichensteuer” bis 79% ab 1. Mio $, Erbschaftssteuer bis 45% und Unternehmensgewinnsteuer bis 27%.

Themensemester Aktionswoche vom 15.06. bis 18.06.2021

In der Woche vom 14.06. bis 18.06.21 findet die Aktionswoche des Themensemesters “Ein New Deal für heute!” statt. Wir rufen alle Lehrenden und Studierenden am Fachbereich Sozialökonomie auf, sich an der Aktionswoche zu beteiligen und sich in dieser Woche in den Kursen thematisch mit der Frage des New Deals auseinander zu setzen.

Alle Kurse, die sich an der Aktionswoche beteiligen wollen werden in dieser Woche für die Öffentlichkeit geöffnet und gemeinsam in einer Wochenübersicht angekündigt. So haben wir die Möglichkeit, als Fachbereich zusammen zu kommen und über die dringend notwendigen gesellschaftlichen Reformen zu diskutieren, zu deren Realisierung wir aus der Sozialökonomie beitragen wollen. Sprecht die Aktionswoche also in euren Kursen an und diskutiert untereinander ob und wie ihr euch daran beteiligen wollt.

Ob die Aktionswoche in Präsenz im Hörsaal oder wie im letzten Jahr auf dem Campus stattfinden wird ist noch nicht geklärt. Klar ist aber, dass es in jedem Fall wieder die Möglichkeit geben wird, in Präsenz (und online) mitzudiskutieren. Einen Eindruck davon, wie die Aktionswoche im letzten Jahr ausgesehen hat, könnt ihr hier bekommen.

Das Programm für die Aktionswoche als pdf findet ihr hier, sowie auch einzelne ausführliche Ankündigungen hier.

Weitere Infos folgen!

Wir freuen uns auf erkenntnis- und folgenreiche Diskussionen! Bei Fragen oder Ideen schreibt uns gerne eine Email an: fsr-sozoek[at]uni-hamburg.de

Themensemester Seminar, jeden Freitag um 16:15 Uhr

Im Rahmen des Themensemesters organisieren wir als Fachschaftsrat Sozialökonomie ein autonomes studentisches Seminar, jeden Freitag um 16:15 Uhr, beginnend am 16.04. Das Seminar findet in Präsenz statt, der Raum dafür wird per Email bekannt gegeben. Schreibt uns für die Teilnahme einfach eine Email an: fsr-sozoek@uni-hamburg.de

Inhaltlich wollen wir uns im Rahmen des Seminars mit den historischen Errungenschaften des New Deals und einer Aktualisierung für heute auseinandersetzen. Dabei wollen wir uns u.a. folgenden Fragestellungen widmen:

  • Wie kommt es zu Krisen im Kapitalismus und inwiefern ist der New Deal eine Lösung dafür?
  • Welche Rolle spielen Kunst und Kultur für gesellschaftliche Emanzipation und inwiefern war das im New Deal realisiert?
  • „Es rettet uns kein höh’res Wesen, kein Gott, kein Kaiser noch Tribun…“ Wer setzt einen New Deal durch?
  • Green New Deal: wie ist der Zusammenhang zwischen der ökologischen und der sozialen Frage?
  • „The only thing we need to fear is fear itself.“ Wie überwinden wir „Angst essen Seele auf“?

Wie kann man sich beteiligen?

Wir rufen alle Kommiliton*innen und Lehrenden am Fachbereich dazu auf, sich am Themensemester zu beteiligen und die Fragen auch in den Kursen zu diskutieren. Erste Ergebnisse sollen in einer Aktionswoche im Juni 2021 zusammengetragen werden.

Wenn ihr euch beteiligen wollt oder Rückfragen und Ideen habt, schreibt uns gerne an: fsr-sozoek[at]uni-hamburg.de

Offener Brief für die Öffnung aller Hamburger Hochschulen in geschützter Präsenz

Offener Brief für die Öffnung aller Hamburger Hochschulen in geschützter Präsenz

(der offene Brief kann hier unterzeichnet werden: https://offene-hochschulen-hamburg.de/)

An die Hochschulleitungen der Hamburger Hochschulen,                                                                                23.03.2021
An die Behörde für Wissenschaft, Forschung, Gleichstellung und Bezirke,

Als Fachschaftsräte und Studierende verschiedener Hamburger Hochschulen, als aktiver Teil der studentischen Selbstverwaltung und Mitglieder der Hochschulen fordern wir den Übergang zu geschützter Präsenzlehre im Sommersemester 2021. Als wissenschaftliche Einrichtungen tragen Hochschulen die Verantwortung, ihre Forschung und Lehre im Sinne des Allgemeinwohls auszurichten. Dazu gehört die (Aus-)Bildung mündiger Persönlichkeiten, die kritische Reflexion von gesellschaftlichen Missständen, sowie die Entwicklung konstruktiver Lösungsansätze – gerade in Krisenzeiten. Um zur Verwirklichung dieser Ziele beizutragen, sind sie demokratisch verfasst und brauchen adäquate Bedingungen wie den aktiven Austausch zwischen allen Mitgliedern der Hochschule.

Zentrale Voraussetzungen für psychische und physische Gesundheit im Weltmaßstab sind der Zugang zu einer umfassenden Gesundheitsversorgung und gesunder Nahrung, soziale Sicherheit, angemessene Wohnverhältnisse, Zugang zu Kultur, Bildung und demokratischer Mitgestaltung und der produktive Austausch mit anderen Menschen. Voraussetzungen, die gesellschaftlich hergestellt werden müssen. Als Hochschulen ist es unsere Aufgabe, dazu beizutragen, dass wir als Menschheit einen Schritt vorankommen bei der Bekämpfung von Krankheiten und der Realisierung der Menschenrechte. Keine Aufgabe ist zu groß, als dass sie nicht durch kollektives Engagement gelöst werden kann. Die fortgesetzte Schließung der Hochschulen bremst.

Wir möchten in diesem Zusammenhang exemplarisch an die Leitbilder für Lehre erinnern, die sich die Hochschule für Angewandte Wissenschaft und die Universität Hamburg gegeben haben:

Von der Universitätsleitung wird erwartet, dass sie die Rahmenbedingungen für gute Lehre mit dem Ziel sicherstellt, […] die Universität für alle Menschen als einen Ort lebenslangen Lernens zu erhalten und weiter zu entwickeln(aus dem Leitbild universitärer Lehre der Universität Hamburg)

Wir leben eine demokratische und friedliche Kultur, in der wissenschaftliche Kritik, ethische Reflexion sowie der gesellschaftspolitische Bezug die Themen und Prozesse akademischen Lernens durchdringen. Unsere Hochschule ist ein Ort, an dem sich Menschen mit ihren unterschiedlichen Perspektiven offen begegnen(aus dem Leitbild für Bildung, Studium und Lehre der Hochschule für Angewandte Wissenschaften)

Die entsprechenden Hygienekonzepte für die Wiedereröffnung der Hochschulen liegen seit vielen Monaten vor, sind teilweise erprobt und können um Schnelltests und um den Einbau von leistungsfähigen Luftreinigungsanlagen ergänzt werden. Eine Verlängerung der Schließung der Hochschulen ist vor diesem Hintergrund unverantwortlich und schlichtweg schädlich.

Die Möglichkeiten für geschützte Präsenz im Sommersemester 2021 müssen sorgfältig genutzt und ausgebaut werden. Wir fordern Sie daher auf, einheitliche Standards für die Hamburger Hochschulen zu schaffen und umzusetzen:

  • Präsenzlehre im Sommersemester muss ermöglicht werden. Für studiengangrelevante Lehrformate müssen Präsenzveranstaltungen mit Hybrid- Optionen angeboten werden. Dazu zählen Labore in den Naturwissenschaften und technischen Studiengängen, genauso wie Seminare in den Sozial-, Geistes-, Kulturwissenschaften. Für die Umsetzung in Präsenz- und Hybridformaten sollten kreative Lösungen erarbeitet
  • Orientierungseinheiten müssen in Präsenz stattfinden dürfen. Eine angemessene Orientierung an der Hochschule, im Studiengang und unter den Kommiliton*innen gelingt nur in Präsenz. Die Durchführung von Orientierungseinheiten in geschützter Präsenz muss ermöglicht und unterstützt
  • Bibliotheken und Lernräume müssen sofort geöffnet werden. Der Zugang zu Literatur und angenehme räumliche Arbeits- und Lernbedingungen sind zentrale Voraussetzungen für ein Hochschulstudium. Der Zugang zu Bibliotheken und Gebäuden mit entsprechenden Einzel- und Gruppenarbeitsräumen ist zu den regulären Öffnungszeiten der Gebäude zu gewährleisten.
  • Arbeitsinfrastruktur und soziale Infrastruktur müssen bereitgestellt werden. Angemessene räumliche und technische Bedingungen für ein sinnvolles Studium können nicht vorausgesetzt werden. Geöffnete Mensen, der Campus als Ort der Begegnung, öffentliche Computerarbeitsplätze und Druck- und Kopiermöglichkeiten sind ebenso notwendige Bedingungen für ein inklusives und produktives Studium wie der Zugang zu den entsprechenden
  • Gremien müssen in Präsenz tagen können, Fachschaftsratsbüros sind zu öffnen. Die Arbeit in den Gremien der akademischen und studentischen Selbstverwaltung, wie beispielsweise in den Fachschaftsräten ist das konstitutive Element der demokratischen Hochschulorganisation. Dort werden die Belange der Mitglieder der Universität diskutiert und Sie müssen in Präsenz stattfinden können, da nur so ein konstruktiver Austausch möglich ist.

Bei der Gestaltung der Öffnung der Hochschulen wollen wir gerne durch unsere Gremienarbeit mitwirken, wir fordern Sie ebenfalls dazu auf. Um gemeinsam zu beraten und zu diskutieren, wie wir unserer Verantwortung als Hochschulen in dieser Zeit gerecht werden können bitten wir Sie um ein zeitnahes Gespräch.

Mit freundlichen Grüßen,

Fachschaftsrat Erziehungswissenschaft (UHH)
Fachschaftsrat Lehramt (UHH)
Fachschaftsrat Soziale Arbeit (HAW)
Fachschaftsrat Sozialwissenschaften (UHH)
Fachschaftsrat Sozialökonomie (UHH)
Fachschaftsrat des Hochschulübergreifenden Studiengangs Wirtschaftsingenieurwesen (HWI)

International Solidarisch: sozial verantwortliches Studieren statt Hochschul-Lockdown

[pour la version francaise veuillez regarder en bas]
International Solidarisch: sozial verantwortliches Studieren statt Hochschul-Lockdown | Diskussion mit studentischen Aktiven aus Frankreich und Deutschland
Teilnahme-Link: https://uni-hamburg.zoom.us/j/96023461575
Wenn man der deutschen und der französischen Regierung Glauben schenken möchte, dann ist es zurzeit die oberste Pflicht von Studierenden, zuhause zu bleiben und damit einen vermeintlichen Beitrag zur Eindämmung von Covid19 zu leisten. Dabei brauchen wir gerade jetzt demokratische und geöffnete Hochschulen, um Lösungen für die aktuelle Krise zu erarbeiten. Wir müssen diskutieren, wie ein Ausbau des Gesundheitswesens gelingen kann, wie gegen die steigende Arbeitslosigkeit Arbeitszeitverkürzungen durchgesetzt und die Gewerkschaften gestärkt werden können und wie wir das Patentrecht auf Pharmazeutika abschaffen oder zumindest aussetzen, damit weltweit genügend Impfstoff produziert werden kann. Es wird immer deutlicher: Gesundheit und die sozialen Interessen der Bevölkerung sind kein Gegensatz, sie werden gemeinsam realisiert (gegen die Interessen des Kapitals) oder gar nicht.
Um gegen die unerträgliche soziale Lage der Studierenden und die hergestellte Isolation zu protestieren gehen in Frankreich trotz staatlicher Repressionen seit einigen Wochen in mehreren Städten hunderte Studierende auf die Straße. Sie demonstrieren für soziale Absicherung, sinnvolle Studienbedingungen und eine Öffnung der Universitäten und fordern 1,5 Milliarden Euro Investitionen in die Hochschulen. In Lyon haben Studierende ihre Universität besetzt, um sie für das gemeinsame Lernen zu öffnen, um von dort aus gemeinsam an den digitalen Seminaren teilzunehmen, zu diskutieren und um einen Bezugs- und Anlaufpunkt in der Stadt zu bilden. Auch in Griechenland und Spanien protestieren Studierende seit einigen Wochen gegen die neoliberalen Angriffe auf die Hochschulen. Was die Proteste eint ist die Perspektive für grundlegende, über den Lockdown und den prekären Status quo hinausweisende Verbesserungen. Verbesserungen, die am Ende allen zugutekommen.
Bei der Veranstaltung wollen wir mit Kommiliton*innen aus Frankreich diskutieren, wie die Mobilisierung entgegen der Isolation und den staatlichen Repressionen gelingt und woher sie die Überzeugung und die Hoffnung für die Proteste nehmen. Wir wollen uns fragen, was die Perspektive für die Kämpfe über den Lockdown hinaus ist und was wir bei alledem voneinander lernen können.
Im FZS Schnelsen, Wählingsallee 16
Anmeldung bei: fsrsowihh@posteo.de
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Solidarité internationale : oui à des études socialement responsables, non à la fermeture des facs | Discussion avec des militant.e.s étudiant.es de France et d’Allemagne
À en croire les gouvernements français et allemand, le plus grand devoir des étudiant.es serait actuellement de rester chez soi et d’apporter ainsi une supposée participation à l’enrayement de l’épidémie de covid-19. C’est pourtant justement en cette période que nous avons besoin d’universités ouvertes et démocratiques pour élaborer des solutions à la crise actuelle. Nous avons besoin de discuter de la façon dont un renforcement du système de santé publique peut durablement réussir, de la façon dont des réductions du temps de travail peuvent être adoptées face à l’augmentation du chômage et de la façon dont le droit des brevets sur les produits pharmaceutiques peut être aboli, ou au moins suspendu, afin qu’assez de vaccins puissent être produits à l’échelle mondiale. Cela devient de plus en plus évident : la santé et les intérêts des populations ne sont pas en contradiction, mais sont réalisés ensemble, contre les intérêts du capital, ou ne sont pas réalisés du tout.
Afin de protester contre la situation sociale insoutenable et l’isolement créé par des décisions politiques, depuis des semaines, des centaines d’étudiant.es descendent dans la rue dans plusieurs villes de France, et ce, malgré la répression de l’Etat. Iels manifestent pour plus de protection sociale, des conditions d’étude sensées et la réouverture des universités. De plus, iels exigent 1,5 milliard d’euros d’investissement dans les universités et les conditions de vie étudiantes. En Grèce et en Espagne également, les étudiant.es manifestent depuis plusieurs semaines contre les attaques néolibérales envers les établissements d’enseignement supérieur. Ce qui est commun à ces contestations, c’est le désir d’améliorations profondes, répondant aux problématiques du confinement mais aussi dépassant le statu quo précaire. Des améliorations qui finiront par bénéficier à tout le monde.
Lors de la rencontre, nous souhaitons discuter avec des camarades français.es et allemand.es de la façon dont la mobilisation contre l’isolement et la répression de l’Etat réussit. D’où viennent la conviction et l’espoir qui poussent à aller manifester ? Nous voulons nous demander quelles sont les perspectives pour les luttes à venir après le confinement et la façon dont elles peuvent s’organiser à l’échelle franco-allemande.

Forderungen der studentischen Vollversammlung des Fachbereichs Sozialökonomie am 17.2.21

Gerade in einer gesellschaftlichen Krise wie der aktuellen, braucht es aktive, kritische, eingreifende und problemlösungsorientierte Wissenschaft und mündige Persönlichkeiten, die sich wissenschaftlich mit der Welt befassen und gebildete Erkenntnisse über die Wissenschaftseinrichtungen hinaus verbreiten. Damit wir diese Aufgabe mit guten Bedingungen kollektiv bestreiten können, sind in der Stadt, an der Universität und am Fachbereich akute Veränderungen notwendig: 

  • Das Sommersemester muss in hybrider Form (insbesondere für Seminare) so stattfinden, dass alle Raumkapazitäten in allen Bereichen und Fächern bestmöglich ausgeschöpft werden, 
  • Digitale Veranstaltungen müssen zwingend Austauschformate (auch in Präsenz) enthalten, 
  • Bibliotheken, Mensen, selbstverwaltete Räume, Rechenzentrum und Arbeitsräume müssen ab sofort wieder für Studierende zugänglich sein; dafür ist die prinzipielle Aussperrung von Studierenden aus den Uni-Gebäuden zu beenden; zusätzlich müssen Möglichkeiten für Corona-Schnelltests geschaffen werden, 
  • Fehlversuche bei Prüfungen dürfen mindestens für dieses Semester nicht gezählt werden, 
  • Das Sommersemester soll nicht für die Regelstudienzeit gezählt werden, 
  • Es braucht sofort eine rückzahlungsfreie finanzielle Zuwendung für alle Studierenden in Höhe von 900€ pro Monat, 
  • Die Zahl der benoteten Prüfungsleistungen muss stark reduziert werden, 
  • Die Studienbüros (Servicedesk) müssen zu bestimmten Zeiten wieder öffnen, 
  • Die Teilnahme an der kommenden Orientierungseinheit in Präsenz muss für alle ermöglicht werden, 
  • Der gesamte Fachbereich Sozialökonomie soll sich am geplanten Themensemester „Ein New Deal für heute? Wie gestalten wir einen solidarischen und nachhaltigen Weg aus der Krise?“ beteiligen. 
  • Die öffentliche Finanzierung der Hochschule muss bedarfsgerecht erhöht werden (u.a. für mehr Personal in Verwaltung, akademischem Mittelbau und bauliche Veränderung). 

Das Forderungspapier findet ihr hier auch als pdf.

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