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Wahlprüfsteine der Fachschaftsräte zur StuPa-Wahl 2021/22

Als verschiedene Fachschaftsräte und Fachschaftsaktive setzen wir uns im Zuge der Wahlen zum Studierendenparlament für demokratische, transparente und involvierende Wahlen ein. Wir sehen es als unsere Aufgabe Euch, unsere Kommiliton:innen, über die Wahlen aufzuklären und Euch damit zu ermöglichen eine bewusste, informierte und Euren politischen Auffassungen entsprechende Wahlentscheidung zu treffen.
Deshalb haben wir Wahlprüfsteine, d.h. Fragen an alle kandidierenden Listen zum Studierendenparlament, aus FSR-Perspektive entwickelt. Die Wahlprüfsteine decken die für uns aktuell wichtigsten Themenbereiche der Hochschulentwicklung (Präsenz, Hochschulfinanzierung, Studienreform, Hochschuldemokratie. Wissenschaftspolitik und Soziales) ab.

Wir haben die Wahlprüfsteine am 20. Dezember 2021 an die zum Studierendenparlament kandidierenden Listen geschickt und um die Beantwortung der Fragen gebeten, um Euch eine informierte Wahl zu ermöglichen. Bisher sind bei uns Antworten folgender Hochschulgruppen / kandidierender Listen eingegangen: Liste 8: Liste LINKS Offene AusländerInnenliste * Linke Liste * andere Aktive; Liste 15: SDS* – Sozialistisch-Demokratischer Studierendenverband; Liste 18: harte zeiten – junge sozialist:innen & fachschaftsaktive. Die Antworten dieser Listen findet Ihr ab spätestens Sonntag, den 9. Januar 2021 untenstehend – viel Spaß und sinnvolle Erkenntnisse beim Lesen!

Von den restlichen der 22 zum StuPa kandidierenden Listen haben wir bisher leider noch keine Rückmeldungen auf unsere Fragen erhalten, werden diese jedoch an dieser Stelle ergänzen, falls die Antworten nachgereicht werden.

Wir hoffen, dass die Wahlprüfsteine eine sinnvolle und aufklärende Anregung für Eure Wahlentscheidung sind! Hier findet Ihr zudem ein Wahlaufklärungsflugblatt zur Bedeutung des Studierendenparlaments und einer weltanschaulichen Wahl, welches wir gemeinsam als Fachschaftsräte geschrieben haben.

Wählen könnt Ihr in der Woche vom 10. – 14. Januar 2021 an verschiedenen Urnen am Campus (u.a. WiWi-Bunker / VMP 5). Dafür benötigt Ihr nur Euren Studierendenausweis.

Von: FSR Erziehungswissenschaft, FSR Holzwissenschaften, FSR Lehramt – Allgemeinbildende Schulen, FSR Sozialökonomie, FSR Sozialwissenschaften und weiteren Fachschaftsaktiven


Wahlprüfsteine der Fachschaftsräte zu den StuPa-Wahlen 2021/22

Fragen an alle kandidierenden Listen zum Studierendenparlament aus FSR-Perspektive, insbesondere in Reflexion der letzten zwei Jahre (Corona-Pandemie, Eindämmungspolitik und Hochschullockdown):


1. Hochschulfinanzierung: Welche besonderen Herausforderungen seht ihr im Bereich der Hochschulfinanzierung, und welche Rolle spielen wir als Studierendenschaft für Lösungsperspektiven?

Liste 8 – Liste LINKS:

Bescheidenheit ist keine Zier und obendrein unrealistisch. Die Gestaltungsansprüche an der Gesellschaft vor und während des Studiums sind weit höher als die gegebenen Möglichkeiten, diese zu verfolgen. Hinaus aus der Enge eines auf Leistung getrimmten Studiums! Die eigenen und gemeinsamen Ansprüche zu erweitern bedeutet immer mit für die allumfängliche Ausfinanzierung der Universität zu kämpfen. So gilt es statt sich als Universität gegen andere Einrichtungen ausspielen zu lassen, über die Kooperation mit diesen hin zu der vollumfänglichen Umsetzung der SDGs zu kommen. Wo wir dafür das Geld her kriegen kann man an der Schulden und Vermögensuhr neben dem Hauptgebäude unserer Universität ablesen. (https://www.fsrk.de/uhr)

Weitere Informationen zum Problem der Unterfinanzierung: (https://lecture2go.uni-hamburg.de/l2go/-/get/v/44369).

Außerdem streiten wir gemeinsam mit anderen gesellschaftspolitischen Akteuren für die Streichung der Schuldenbremse. (https://schluss-mit-austeritaet.de/)

Liste 15 – SDS*:

Die finanzielle Lage der Hochschule(n) ist nicht gut. Es stehen immer mehr Kürzungen ins Haus, wo es doch gerade jetzt mehr Wissenschaft, Rationalität und Bildung zu mündigen Persönlichkeiten braucht. Die Finanzierung sollte am (demokratisch durch die Mitglieder zu bestimmenden) Bedarf orientiert sein. Die fortgesetzte Mittelverknappung (trotz dauerhaft steigender gesellschaftlicher Produktivität und Anhäufung unfassbarer privater Vermögen) – auf ideologischem Kurs der Schuldenbremse – stiftet Konkurrenz auf allen Ebenen um Forschungsmittel, Arbeitsverträge und Studienplätze und richtet so erheblichen Schaden an. Eine bedarfsorientierte öffentliche Finanzierung, befreit vom Druck der ökonomischen Verwertbarkeit befördert dagegen die Kooperation zur freien und gemeinwohlorientierten Forschung, Lehre und Bildung, die sich die Lösung der gesellschaftlichen Herausforderungen zum persönlichen Anliegen macht, gegen bestehende gesellschaftliche Machtverhältnisse rational Aufklärung betreibt und Emanzipation befördert. Die Kooperation mit anderen gemeinwohlorientierten und öffentlichen Bereichen zur Überwindung dieser Politik ist besondere Verantwortung von Wissenschaft, Universität und Studierendenschaft und eröffnet die große Möglichkeit für weitreichende soziale Verbesserungen, international solidarische Beziehungen und kultureller Entfaltung und Bildung Aller. In diesem Verständnis sind wir aktiv in der Kampagne „International Solidarisch – Schluss mit Austerität“.

Liste 18 – harte zeiten:

„Und wenn jeder im Volke in den Stand gesetzt ist, sich alle beliebigen Kenntnisse zu erwerben, werdet ihr bald auch ein intelligentes Volk sehen.“ (Heinrich Heine)

Die Durchsetzung sozial offener „Massenuniversitäten“ ist weltweit Teil emanzipatorischer Kämpfe. Ihre schrittweise Verwirklichung, besonders in den 1960er Jahren, macht wissenschaftliche Bildung tendenziell allen zugänglich; die Hierarchie der kapitalistischen Gesellschaft wird damit radikal-demokratisch in Frage gestellt. Es ist daher schon seit den späten 1970er Jahren in allen westlichen Ländern Anliegen der Herrschenden, zwar eine hohe Zahl wissenschaftlich-technisch qualifizierter Menschen auszubilden, zugleich aber – durch finanzielle Knappheit – die Unis und die Studierenden dauernd unter Anpassungsdruck zu setzen.
Aktuell wird diese Mangelfinanzierung zugespitzt. Regierungen und Parlamente müssten die Kosten der Pandemiekrise durch Steuern auf große Erbschaften, Vermögen und Kapitalerträge finanzieren; dies wird aber aus Opportunismus gegenüber den Reichsten nicht getan. Stattdessen soll die nicht vermögende Bevölkerung zahlen; die „öffentliche Hand“ ist kühl und arm.

Nicht nur für unsere Uni bedeutet dies: Wir müssen solidarisch für Umverteilung von Oben nach Unten und für mehr öffentliche Investitionen kämpfen. Die „Schuldenbremse“, die dem Staat solche Investitionen verbietet, gehört abgeschafft. Mehr dazu unter: https://schluss-mit-austeritaet.de/
Akut droht die Hamburgische Regierung, mit der Reduzierung von Flächen der Hochschulen, der Verschlechterung der sog. Betreuungsrelation, und damit, die Reform der Lehrerbildung nicht zu finanzieren. Wieder sind Fächer (z.B. Holzwissenschaften) akut von Streichung bedroht. Zusätzlich führt die Verteilung von öffentlichen Mitteln in Wettbewerben (z.B. „Exzellenzinitiative“) dazu, dass relativ gefällige Forschungscluster die knappen Gelder anziehen, während für Studium und Lehre, mitgliedernahe Verwaltung und gute Arbeitsverhältnisse für die Mehrheit, immer weniger übrig bleibt. Kritische und ungewöhnliche Wissenschaften werden dabei verdrängt.

Es ist die Aufgabe der Verfassten Studierendenschaft breite gesellschaftliche Bündnisse für die Überwindung der immer krasseren sozialen Ungleichheit zu organisieren und einen Richtungswechsel in der Verteilung des gesellschaftlichen Reichtums mit durchzusetzen: Bildung, Wissenschaft, Gesundheit, Soziales und Kultur – zusammen! Dies ist der Horizont, mit dem der Kampf für demokratische Verfügung über die Mittel in der Uni, für Verbesserung der Finanzierung von Studium und Studierendenwerk (Wohnheime, Mensen) und für eine Studienreform, die diesen Namen verdient (z.B. Masterplätze für alle) aussichtsreich wird. Bündnispartner:innen sind nicht schwer zu finden.


2. Wissenschaftspolitik:

Wissenschaftliche Freiheit in gesellschaftlicher Verantwortung
Die Mitglieder der Universität wollen die universitären Aufgaben in der Verbindung von Forschung und Lehre, Bildung und Ausbildung in wissenschaftlicher Unabhängigkeit erfüllen. Sie wollen zur Entwicklung einer humanen, demokratischen und gerechten Gesellschaft beitragen und Frauen und Männern gleichen Zugang zu Bildung und Wissenschaft eröffnen.“ (Leitbild der Universität Hamburg)
Welche Aufgaben ergeben sich Eurer Auffassung nach daraus für uns als Verfasste Studierendenschaft?

Liste 8 – Liste LINKS:

Lob des Lernens

Lerne das Einfachste! Für die
Deren Zeit gekommen ist
Ist es nie zu spät!
Lerne das Abc, es genügt nicht, aber
Lerne es! Laß es dich nicht verdrießen!
Fang an! Du mußt alles wissen!
Du mußt die Führung übernehmen.
Lerne, Mann im Asyl!
Lerne, Mann im Gefängnis!
Lerne, Frau in der Küche!
Lerne, Sechzigjährige!
Du mußt die Führung übernehmen.
Suche die Schule auf, Obdachloser!
Verschaffe dir Wissen, Frierender!
Hungriger, greif nach dem Buch: es ist eine Waffe.
Du mußt die Führung übernehmen.

Scheue dich nicht zu fragen, Genosse!
Laß dir nichts einreden
Sieh selber nach!
Was du nicht selber weißt
Weißt du nicht.
Prüfe die Rechnung
Du mußt sie bezahlen.
Lege den Finger auf jeden Posten
Frage: Wie kommt er hierher?
Du mußt die Führung übernehmen. (Bertold Brecht, 1932)

In Ergänzung zum Leitbild hat sich die Uni den SDG’s (Nachhaltigkeitszielen) der Vereinten Nationen angenommen. Die Erfüllung dieser notwendigen Ziele ist Teil von “Wissenschaft in gesellschaftlicher Verantwortung”. Jedoch geht es nicht darum, diese für andere umzusetzen, sondern jeden in die Lage zu bringen Teil der Umsetzung dieser zu sein. In diesem Sinne gilt es sich viel mehr als gestaltender Teil der Gesellschaft und damit auch der Uni zu verstehen. Die Konkurrenz im Studium über Prüfungen und andere Restriktionen muss abgeschafft werden. Ein jeder soll die Möglichkeit haben sich übers Studium die Gesellschaft in ihrer Gewordenheit anzueignen, kritisch zu hinterfragen und zur bewussten Veränderung dieser zu kommen. Dafür stellen wir schon jetzt an Infotischen, in Filmseminaren und vielem mehr die Welt zur Diskussion. Diese Möglichkeiten auszuweiten und über die Universität hinaus zu tragen ist gemeinsame Aufgabe.

Liste 15 – SDS*:

„Ich verstehe unter Wissenschaft […] die Perspektive der Verwirklichung von anspruchsloser Gerechtigkeit, gewaltloser Freiheit und unbedingtem Frieden.“ (Peter Fischer-Appelt, Präsident der UHH 1970-1991)

Frieden, soziale Gleichheit und Antifaschismus sind Menschheitsaufgaben für deren Verwirklichung alle Bedeutung haben. An den Orten der Bildung und der Wissenschaft sind unsere Bedingungen besonders gut, die Ursachen der Menschheitsprobleme zu verstehen und zu ihrer Lösung beizutragen. Alle sind aufgerufen sich mit dafür einzusetzen. Für Zivilklauseln in den Fakultäten, denn Friedenswissenschaft als Leitwissenschaft ermöglicht erst allen Disziplinen ihr Potenzial zur positiven Entwicklung der Welt auszuschöpfen. Für Dies Academici und Themensemester zu den Fragen: Wie lösen wir die aktuelle Krise? Wie realisieren wir als Wissenschaft die Sustainable Development Goals der UN? Für ein Studierendenparlament als Forum in dem wir unser gesammeltes Wissen als Universität für die Bearbeitung dieser Fragen und das Eingreifen in die gesellschaftlichen Auseinandersetzungen kooperativ nutzen.

Liste 18 – harte zeiten:

Das Uni-Leitbild ist selbst Ergebnis studentischer Kämpfe. Es entstand 1998 in gruppenübergreifender Diskussion gegen hohen gesellschaftlichen Druck zur Zurichtung von Forschung, Lehre und Studium auf mutmaßliche Markterfordernisse. Mit dem „Leitbild“ hat die Uni Hamburg ihr Selbstverständnis, Forschung, Lehre und Bildung kooperativ, internationalistisch und zum Wohl der Allgemeinheit zu verwirklichen, erneuert und bekräftigt. Grundsätzlich geht es darum, für Frieden, Abrüstung, Verständigung, soziale Wohlentwicklung, Nachhaltigkeit, Inklusion und Partizipation im Bewusstsein historischer und globaler Verantwortung Wissenschaft und Bildung zu betreiben. Das ist immer umstritten. Die Aufgabe der Studierendenschaft ist es, relevante gesellschaftliche Kontroversen in der Universität zu thematisieren – zum Beispiel, inwiefern Patente und Profite im medizinischen Bereich legitim oder dringend zu überwinden sind; wie weitreichend mit einer ausbeuterischen Wirtschaftsweise gebrochen werden muss, um die natürlichen Lebensgrundlagen zu erhalten; wie Recht und Gesetz mit einem humanistischen Ethos oder Naturwissenschaften mit sozialer Verantwortung und Technologiefolgeabschätzung verbunden werden können und müssen. Die durch das Grundgesetz (GG) garantierte Wissenschaftsfreiheit (Art. 5, GG)) meint nicht ein „everything goes“, sondern, dass die Wissenschaften frei von privater und staatlicher Einflussnahme sein müssen, um zur Verwirklichung der Unantastbarkeit der Würde des Menschen (Art. 1, GG) beizutragen.

Die „Sustainable Development Goals“ der Vereinten Nationen setzen das Ziel, bis 2030 den Hunger aus der Welt zu schaffen, weil dies objektiv möglich ist. Wir stehen vor der Herausforderung, den CO2-Ausstoß radikal zu reduzieren oder Nukleartechnologie (militärisch und zivil) aus der Welt zu schaffen, einschließlich ihres strahlenden Mülls. Aufgabe der Studierendenschaft ist, diese globalen Herausforderungen in den Wissenschaften nicht nur zum Gegenstand zu machen, sondern auch zu entwickeln, dass wissenschaftliche Erkenntnisse wirklich zu menschlichem Fortschritt führen.

Strukturelle Forderungen in diesem Sinne sind:

  • Massive Ausweitung von Dauerstellen im akademischen Mittelbau.
  • Höhere Wissenschaftlichkeit, praktische Problemorientierung und Muße im Studium statt Punkte-Jagd in Bachelor/Master!
  • BAföG für Alle: elternunabhängig, passunabhängig, altersunabhängig und als Vollzuschuss!
  • Zivilklauseln für alle Wissenschaften! Sie sollen allein ziviler Entwicklung dienen!
  • Ausbau internationaler Kooperationen als Beitrag zur Überwindung der globalen Ungleichheit und zur zukunftsweisenden Aufarbeitung des kolonialen Erbes!

3. Präsenz-Hochschule: Welche Bedeutung messt Ihr Präsenz für das universitäre Leben bei und welche Vorhaben ergeben sich daraus für Euch?

Liste 8 – Liste LINKS:

Hamburg

Hamburg!

Das ist mehr als ein Haufen Steine, Dächer, Fenster, Tapeten, Betten, Straßen, Brücken und Laternen. Das ist mehr als Fabrikschornsteine und Autogehupe – mehr als Möwengelächter, Straßenbahnschrei und das Donnern der Eisenbahnen – das ist mehr als Schiffssirenen, kreischende Kräne, Flüche und Tanzmusik – oh, das ist unendlich viel mehr.

Das ist unser Wille, zu sein. Nicht irgendwo und irgendwie zu sein, sondern hier und nur hier zwischen Alsterbach und Elbstrom zu sein und nur zu sein, wie wir sind, wir in Hamburg (Wolfgang Borchert)

Für das soziale Wohlbefinden sind die Gespräche mit dem Tischnachbarn, die Gespräche in der Mensa und das Knüpfen von sozialen Kontakten sowie das organisieren in Hochschulgruppen sowie in kulturellen Gruppen wie dem Uni-Chor nicht zu unterschätzen. Folglich ist Universitäres Leben ohne Präsenz nicht möglich, weshalb wir nach mehreren Semestern im (Teil-)Lockdown neu herausgefordert sind gemeinsam die Qualität des universitären Lebens zu bestimmen und zu gestalten. Denn Universität ist mehr als ein Haufen Steine, mehr als ein Haufen Gebäude, in denen ein Lehrplan möglichst effizient umgesetzt werden soll. Sie ist aus der Gesellschaft für die Gesellschaft entstanden und in ihr sollte noch mehr zu den gesellschaftlichen Problemen und den Konflikten um deren Lösungen geforscht werden. Damit das gelingt braucht es vor allem uns, die Mitglieder dieser Universität. Wir sind der gestaltende Faktor für Inhalt der Forschung und der Konflikte sowie Gestaltung des Raums in dem dies stattfindet. Die Universität ist ein Ort der sich auszeichnen sollte durch lebhafte Diskussion und Kultur, die in Musikalischem, Bildlichen und Gesprochenem sowie gesellschaftlicher Bewegung zum Ausdruck kommt und diese wiederum zur Diskussion stellt. Gerade in der Pandemie fällt es insbesondere internationalen Studierenden schwer über Online-Seminare Freundschaften aufzubauen und eine ggf. neue Sprache zu lernen. Deshalb muss gelten: auch nicht EMA geprüfte Impfstoffe aus dem Ausland sind legitime Impfungen. Wir sind dafür das niemand vom Präsenzunterricht ausgeschlossen wird.

Liste 15 – SDS*:

Es ist absolut notwendig und sinnvoll, dass Lehre und soziale Begegnungen in Präsenz an der Uni ermöglicht und ausgeweitet werden und wir die guten Bedingungen, die wir an der Uni haben nutzen. Die Universität ist eine Stätte der sozialen und kulturellen Entwicklung (bestenfalls im Sinne der Durchsetzung der Menschenrechte, statt „Produktion“ von „Humankapital“). Und nur in Präsenz können wir diese positive Bedeutung realisieren. Alle Errungenschaften des Menschen, ob der erste Werkzeug- und Hüttenbau oder die Durchsetzung der (parlamentarischen) Demokratie 1919 durch die Arbeiterbewegung, basieren auf der Grundlage der Kooperation und des produktiven Streites. Nur in Kooperation mit anderen, im Ringen um neue Kenntnisse, durch Kritik und Nachfragen, können wir uns persönlich und gesellschaftlich positiv weiterentwickeln.

Diese solidarische und lebendige Kultur (als Kontrast zu bzw. wirksam gegen Vereinzelung, Entfremdung und Eigenverantwortung) können wir als Mitglieder der Uni und als Verfasste Studierendenschaft gemeinsam schaffen, denn Studium kann kulturell mehr und erfreulich sein: Mit „Kulturwochen“ in jedem Semester, mit lebendigem Austausch zwischen studentischen Initiativen und allen Unimitgliedern, mit kritischen Orientierungseinheiten in Präsenz, mit antifaschistischen Campusrundgängen, mit Filmveranstaltungen (wie das „Kino gegen Austerität“, das wir jeden zweiten Mittwoch auf dem Campus veranstalten). Für diese Entwicklung der Uni haben alle Bedeutung – deshalb: Präsenz-Uni für alle! (https://offene-hochschulen-hamburg.de/)

Liste 18 – harte zeiten:

Solidarität ist ein menschliches Bedürfnis. Exklusion und psychische Leiden nehmen durch den Mangel an Campusleben zu. Deshalb kämpfen wir für eine sorgfältige Uni-Öffnung – einschließlich 3G, Impfaufklärung, vernünftigem Nachteilsausgleich und sozialer Sicherung. Je mehr Präsenz, desto mehr Anteilnahme, Problembewusstsein und gemeinsames Wirken für Verbesserungen. Mensch lernt in Auseinandersetzung mit anderen.

Das Universitätsleben in Präsenz muss allerdings besser werden, als es „vor Corona“ war. Leistungsdruck, soziale Unsicherheit und Studium auf schmaler Spur haben schon vorher dazu geführt, dass die Bedeutung der gemeinsamen kulturellen Weltaneignung im universitären Alltag gemindert wurde. Eine universitäre Kulturwoche, die Wiederbelebung der Gebäude und Foyers als Orte politischer, sozialer und kultureller Begegnung, ausreichend Räume für Fachschaftsräte, kulturelle Aktivitäten und studentische Cafés, Ausstellungen und einladende architektonische Gestaltung sind deshalb nötig, und vor allem: eine radikale Studienreform.


4. Studienreform:

Ziel universitärer Lehre ist es, Bildung durch Wissenschaft zu ermöglichen. Das schließt die Aufgabe ein, alle Voraussetzungen dafür zu schaffen, dass die Studierenden hohe wissenschaftliche Kompetenz erwerben, ihre Fähigkeiten selbsttätig entfalten und sich als mündige Mitglieder der Gesellschaft weiterentwickeln können, die bereit und in der Lage sind, an deren sozial und ökologisch nachhaltiger, demokratischer und friedlicher Gestaltung maßgeblich mitzuwirken und für ihre Zukunftsfähigkeit Verantwortung zu übernehmen.“ (Leitbild universitärer Lehre der Universität Hamburg)
Was haltet Ihr für die nächsten Studienreformschritte zur Annäherung an das bzw. zur Verwirklichung des Leitbild universitärer Lehre und welche Rolle spielen dabei z.B. Prüfungen?

Liste 8 – Liste LINKS:

Prüfungen gehören abgeschafft! Sie sind Mittel der Konkurrenz im Studium und deswegen sind sie das Gegenteil von Bildung durch Wissenschaft. Stattdessen gilt es die 68er Forderung “Bildung für Alle” neu zu stellen und in Angriff zu nehmen. Diese Forderung zu verwirklichen geht dann sogar über das Leitbild hinaus.

Liste 15 – SDS*:

„Mit welchem Resultat könnte man studieren, wenn man nicht es mehr müßte! Wenn man es will! Wenn die Lehre durch weitgeöffnete Flügeltüren einzieht, anstatt durch widerwillig eingeklemmte Türchen, wie so oft in der Jugend!“ (Peter Panter, 1929)

Die Vorstellung, Druck durch Prüfungen würde beim Lernen helfen steht der Herausbildung von „mündigen Mitgliedern der Gesellschaft“, wie es im Leitbild formuliert ist entgegen und muss von uns überwunden werden. Die Frage von Prüfungen ist daher keine Frage danach ob, sondern was gelernt werden soll. Wir finden, dass Solidarität, Friedensbefürwortung, die Befürwortung von Aufklärung und sozialer Gleichheit gelernt werden sollen, daher wollen wir die Prüfungen abschaffen.

Alles was den Druck und die Prüfungen verringert ist daher hilfreich: mehr Studienleistungen (d.h. Kurse ohne Prüfungen), weniger Klausure

Liste 18 – harte zeiten:

Studium soll die Entfaltung der Persönlichkeit mit Verantwortung für die Welt fördern. Alle können etwas dazu beitragen, das Leben der Menschen besser zu machen. Eine positive Sinnstiftung ist – kontinuierlich – in allen Fächern zu reflektieren. Zum Wohle der Menschen beizutragen ist ein wesentlich besserer Lern-Beweger als Angst (vor schlechten Noten, nicht bestandenen Prüfungen, sozialer Unsicherheit etc.).

Studienreform heißt daher auch mehr Demokratie: Alle haben etwas dazu beizutragen, was sinnvolle Themen, Fragestellungen, Theorien und Methoden in ihren jeweiligen Fächern sind. Seminare in kleineren Gruppen, über mehrere Semester, mit problem-orientierten Fragestellungen sollten modellhaft durchgesetzt und verallgemeinert werden.

Damit die motivations-feindliche Zuteilung zu Seminaren aufhört und eine freie Wahl der Studieninhalte begünstigt wird, muss STiNE durch ein flexibleres, transparenteres und demokratischeres Organisationssystem ersetzt und das Angebot an Lehrveranstaltungen erhöht werden.

Nächste Schritte sollten sein:

  • Die Schaffung von genug Masterplätzen, damit jede:r nach dem Bachelor weiter studieren kann.
  • Die Abschaffung von Anwesenheitskontrollen zur Schaffung einer neuen Kultur des Vertrauens.
  • Stärkung und Schaffung von projektorientierten Studieninhalten und Seminarformen, die sich realen gesellschaftlichen Herausforderungen stellen.
  • Die Einführung eines Studium Generale in allen Bereichen.
  • Eine massive Reduktion der Prüfungslast. Das Konzept „Prüfungen“ ist nicht auf Höhe der Zeit und reproduziert hierarchische Verhältnisse; die meisten Prüfungssituationen sind völlig realitätsfremd. Prüfungen sind mit enormen sozialen und kulturellen Hemmschwellen verbunden. Statt der künstlich hergestellten Einzeltest-Situation und nichtssagender Noten sind reflexive und kooperativ gebildete Rückmeldungen im Gespräch eine sinnvolle Alternative, für die die Studierendenschaft kämpfen muss.

5. Soziales: Was haltet Ihr aktuell für die größten Herausforderungen und demnach notwendigsten Verbesserungen hinsichtlich der sozialen Lage der Studierenden, warum und wie habt Ihr vor diese durchzusetzen?

Liste 8 – Liste LINKS:

Die größte Herausforderung besteht in der Durchsetzung von elternunabhängigen und herkunftsunabhängigem BaFöG für alle, ohne Rückzahlungspflicht. Damit wirken wir für sozialen Ausgleich und gegen „Erfolgsdruck“. Dies erleichtert die Emanzipation vom Elternhaus, was übrigens Kinder reicher Eltern ggf. besonders nötig haben. Die Sätze des BaFöG müssen zudem erhöht werden, weil niemand unter der Armutsgrenze leben muss. Zudem sollte die Förderung unbefristet sein, denn die Gesellschaft ist reich genug und hat mehr Bildung nötigt. Zur Erreichung dieser Forderungen ist eine Zusammenarbeit der verfassten Studierendenschaft mit den anderen Mitgliedern der Hochschule wie auch dem Studierendenwerk notwendig um das Geld dort zu holen wo es liegt.

Liste 15 – SDS*:

Die Lockdown-Krise der vergangenen Jahre hat Studierende hart getroffen – finanziell, sozial, psychisch und kulturell. Soziale Verbesserungen und sofortige finanzielle Erleichterungen drängen sich immer mehr auf: Für ein freudvolles, gesellschaftsveränderndes, sinnvolles und selbstbestimmtes Studium – Für Emanzipation durch Bildung!

„Im Gegensatz zu den Bestrebungen, die Studenten bewußt in Abhängigkeit von wohlwollenden Geldgebern und Fürsorgeinstanzen zu halten, sind alle Maßnahmen zu fördern, die den tatsächlichen gesellschaftlichen Funktionen und dem Charakter des Studiums gerecht werden und die soziale Stellung des Studenten der Bedeutung seiner Tätigkeit anpassen […].“ (SDS Hochschuldenkschrift, 1961)

Deshalb: Alters-, herkunfts- und elternunabhängiges, lebensgrundlagensicherndes BAföG für Alle als Vollzuschuss – ohne Rückzahlpflicht, Bindung an die Regelstudienzeit und weitere Restriktionen. Und ein bedarfsgerecht finanziertes Studierendenwerk, das seinen sozialen (Demokratie-)Bildungsauftrag wahrnehmen kann – mit verringerten Mieten, mehr Wohnheimplätzen und Re-Kultivierung der Wohnheime als soziale Orte gegen die Vereinzelung und Individualisierung von Herausforderungen und psychischen Problemen.

Wie setzen wir das durch? Wir alle gemeinsam – in hochschulübergreifenden, gesellschaftlichen Bündnissen und im Konflikt mit der neoliberalen Eigenverantwortungs- und Schuldenbremsenideologie. Dann wird’s besser – und gut für Alle!

Liste 18 – harte zeiten:

Studieren ist eine gesellschaftlich in höchstem Maße notwendige, produktive und verallgemeinerungswürdige Angelegenheit. Es muss deshalb solidarisch gesellschaftlich finanziert werden, anstatt vom Portemonnaie der Familien abzuhängen.

Stattdessen hat soziale Not mit der Corona-Eindämmungspolitik zugenommen; auch bei Studierenden. Gleichzeitig erhöht sogar das Studierendenwerk seine Preise und verfolgt eine „Sozialpolitik“, die durch Sozialkontrolle (beim BAföG, in den Wohnheimen) eher Anpassung als Emanzipation fördert.

Wir engagieren uns deshalb mit der Devise „Solidarität statt Eigenverantwortung“ für:

  • weitere und bessere Corona-Soforthilfen ohne Rückzahlungspflicht für Alle
  • eine Ausweitung der Angebote des Studierendenwerks, insbesondere massive Investitionen für neue Wohnheime und Senkung der Mieten
  • BAföG für alle
  • die Bezahlung praktischer Anteile und verpflichtender Auslandsaufenthalte im Studium
  • erhebliche Senkung der Mobilitätskosten (Semesterticket)
  • Gebührenfreiheit des Studiums: überall! (Also auch Abschaffung des „Verwaltungskostenbeitrags“ von €50,-/Semester in Hamburg)

StuPa und AStA müssen dafür in Kooperation mit den FSRen in neuer Qualität Kampagnen initiieren, Studierende involvieren und außerparlamentarische Opposition in der Stadt sein. Die Studierendenschaft muss hamburgweit hochschul-übergreifend besser zusammenarbeiten und sich im bundesweiten „freien Zusammenschluss von Studierendenschaften“ (fzs) engagieren. Kooperation mit Gewerkschaften, gerade im Kampf um tarifliche Beschäftigung von Studierenden, sollte selbstverständlich sein.


6. Hochschuldemokratie: Welche Bedeutung messt Ihr der Hochschuldemokratie für das Durchsetzen von Verbesserungen bei und wie seht ihr dabei das Verhältnis zwischen studentischer Öffentlichkeit, Fachschaftsräten und Studierendenparlament?

Liste 8 – Liste LINKS:

“Ich verstehe unter Wissenschaft […] die Perspektive der Verwirklichung von anspruchsloser Gerechtigkeit, gewaltloser Freiheit und unbedingtem Frieden“ (Peter Fischer-Appelt, Präsident der Uni Hamburg 1970-91)

Die Hochschuldemokratie wie wir sie kennen ist Ergebnis der 68er Bewegung, die sich gegen die althergebrachten Strukturen und deren Eliten in der Universität und darüber hinaus richtete. Gegen den Krieg in Vietnam, das faschistische Erbe, Aufrüstung, sowie den Kapitalismus als solchen demokratisierten die Studierenden die Universität, damit die Wissenschaft ihrer Verantwortung mehr nachkommt. Dies ist heute neu von Nöten. Durch den Konkurrenzdruck im Studium und dann im als eigentliches Ziel angesehenes späteren Berufsleben (Wo soll das hingehen?), inszenierte Geschichtslosigkeit, sowie Unbedeutsamkeit soll jeglicher Anspruch der eigenen und gesellschaftlichen Entwicklung eliminiert werden. Doch, wie schon immer, zeigt sich der Mensch ist ein soziales Wesen und möchte alles andere als sich zu versteifen. Entgegen Lockdown und Vereinzelung veranstalteten wir am Hauptcampus die Kulturwoche, feierten den 8. Mai um weiter für ein Nie wieder Faschismus zu wirken. Ein jeder hat Bedeutung für die Umsetzung dieser und vieler weiterer Initiativen, im Konflikt hin zur gesellschaftlichen Progression. In diesem Sinne muss auch die Hochschuldemokratie weiter gestärkt werden. Das Studierendenparlament, sowie die Fachschaftsräte sollen Orte des kultivierten Konflikts werden, verbunden mit dem Anspruch diese in die Gesellschaft zu tragen.

Liste 15 – SDS*:

  1. „Es rettet uns kein höh’res Wesen,
    kein Gott, kein Kaiser noch Tribun
    Uns aus dem Elend zu erlösen
    können wir nur selber tun!“ (Die Internationale)

Hochschuldemokratie ist Voraussetzung für – und selbst schon Verbesserung. Schließlich geht es um (nicht nur) studentische Bewegung! Gesellschafts- und Wissenschaftskritisch eingreifend gegen Rechts. Das ist nicht anordnenbar und umgekehrt ist eine demokratische Kultur bereits Teil dieser Lebendigkeit. Da müssen Aktivitäten im StuPa, Fachschaftsräten und darüberhinaus einander anregen, durch regelmäßige präsentische Stupa-Sitzungen – für Alle zugänglich, regen Austausch zwischen den Fachschaftsräten und viel mehr Raum für den allgemeinen Austausch am Campus.

Liste 18 – harte zeiten:

Um all dies, was hier ausgeführt ist, zu erreichen, ist eine lebhafte demokratische Partizipation – von der Gestaltung des Seminars über den Uni-Alltag und die Hochschulgremien bis hin zum Engagement in sozialen und Friedensbewegungen – nötig.  Der Mensch ist „Zoon politikon“, also ein Wesen, das sich in der gemeinschaftlichen sozialen Gestaltung der Lebensverhältnisse entwickelt und entfaltet.

Wir müssen alle erkennen, dass wir nicht Objekte, sondern Subjekte (Gestalter:innen) unserer Gesellschaft, Geschichte und Lebensverhältnisse sind. Das ist auch die Grundsubstanz demokratischer Bildung: Selbstbewusste, solidarische Bürger:innen statt Konsumenten oder Untertanen sollten alle sein bzw. werden. Damit wird auch aus der deutschen Geschichte gelernt, in der elitäre und selektive Bildung erheblichen Anteil an der Installation des Faschismus hatte.

Hochschuldemokratie bedeutet, direkte Mitbestimmung über die Entwicklung des gemeinsamen Lern-, Arbeits- und Lebensumfeldes. Mit der Übernahme dieser Verantwortung wächst jede:r. Ohnedies erscheint einem die Universität als äußerlich und im schlechten Fall als „Lernfabrik“. Deshalb sollte die Universität weiter sozial geöffnet und wesentlich demokratischer verfasst sein.

Die Universität als Republik – nicht die „unternehmerische Hochschule“ – ist unser Leitbild. Die universitäre Mitbestimmung wurde im Zuge neoliberaler Deformen in den letzten zwanzig Jahren massiv reduziert. Zum Beispiel findet keine demokratische Präsident:innenwahl mehr statt, wie es von 1969- 2006 der Fall war. Universität ist am besten ein lebendiger Organismus von gemeinsam Lernenden. Management, Hierarchie, Konsum und Passivität sollten ihr wesensfremd sein. Als kooperativ selbstverwaltete, große Einrichtung der Gesellschaft könnte sie vielmehr Vorbild für andere gesellschaftliche Bereiche sein, die dringend zu demokratisieren sind: zum Beispiel große Unternehmen.

Alle können an diesem Prozess der (Wieder-)Aneignung und sinnvollen Gestaltung von Universität teilhaben. Am besten beginnt man in seinem Fachschaftsrat oder wendet sich an sympathische Hochschulgruppen. Wer verändern will findet Mitstreiter:innen.

 

Wahlaufruf zum Studierendenparlament und zum Akademischen Senat

Aktuell findet die Wahl zum Studierendenparlament (StuPa) statt. Das StuPa ist die gesamtuniversitäre Interessenvertretung aller Studierenden – mit weitreichender Bedeutung für die Entwicklung innerhalb der Universität und darüber hinaus. Deshalb hat auch Euer Aller Wahl(entscheidung) ziemlich viel Bedeutung! Eure Briefwahlunterlagen und eine dazugehörige E-Mail der Wahlleitung solltet ihr bereits erhalten haben. Eine sehr relevante Info fehlte dort jedoch: Ihr könnt für das Studierendenparlament nicht nur per Brief (noch bis zum 03.01.2022) wählen, sondern auch an einer Wahlurne am Campus täglich in der Woche vom 10. – 14. Januar 2021 (mindestens im WiWi-Bunker von 10 – 16.30 Uhr, wir streiten auch noch für eine zusätzliche Urne im VMP 9)! Erzählt es gern weiter, da der Briefwahlzeitraum leider komplett in der vorlesungsfreien Zeit liegt – und damit auch alle Kommiliton:innen von ihrem Wahlrecht Gebrauch machen und somit eingreifen können für eine positive Entwicklung an der Universität.

Damit Ihr auch eine bewusste, informierte und Eurer politischen Anschauung entsprechende Wahlentscheidung treffen könnt, haben wir uns als Fachschaftsrat Sozialökonomie gemeinsam mit anderen Fachschaftsräten ein Wahlaufklärungsflugblatt zur Bedeutung des Studierendenparlaments und einer weltanschaulichen Wahl geschrieben (siehe hier).

Außerdem haben wir fachschaftsübergreifend Wahlprüfsteine, d.h. Fragen zu aktuell wichtigen Themen der Hochschulentwicklung aus FSR-Perspektive an alle kandidierenden Listen zum Studierendenparlament geschickt. Die Antworten der kandidierenden Listen könnt Ihr ab spätestens Sonntag, den 9.1.22, hier nachlesen – wir hoffen, dass diese Euch für eine bewusste Wahl anregen mögen!

Zu den Wahlprüfsteinen und den Antworten der kandidierenden Listen (ab dem 9.1.22)

 

 

Neben der Wahl zum Studierendenparlament läuft aktuell auch die Wahl zum Akademischen Senat (AS), dem höchsten demokratischen Gremium der Universität und von ebensolcher Bedeutung. Den AS könnt Ihr nur per Brief bis zum 24.01.22 wählen und Euch auf dieser Seite über die Wahlen und die kandidierenden Listen (Programme und Wahlvideos) informieren: https://www.uni-hamburg.de/uhh/organisation/stabsstellen/recht/wahlen/as-wahlen.html.

Also nutzt gerne die zahlreichen Aufklärungsmöglichkeiten und Wählt! Denn Verbesserungen können wir nur gemeinsam und kooperativ durchsetzen – und dafür haben wir Alle Bedeutung!

Stellungnahme des FSR Sozialökonomie zur Präsenz (Dezember 2021)

Vor den Weihnachtsferien wurden viele Präsenz-Lehrveranstaltungen auf digitale Angebote umgestellt, obwohl diese laut Eindämmungsverordnung der Stadt Hamburg weiterhin in den Räumen der Universität stattfinden könnten. Die Dienstanweisung der Universität Hamburg vom 29.11.2021 erläutert, dass Präsenzlehre ohne praktische Anteile nun unter 2G-Bedingungen durchgeführt werden muss. In unseren Augen und in den Augen vieler weiterer Universitätsmitglieder ist dies eine nicht nachvollziehbare und unzulässige Einschränkung von sinnvoller Wissenschaft und Lehre an der Uni Hamburg, zumal die Lehre an der TUHH und an der HAW weiterhin unter 3G-Bedingungen stattfindet. Universitäten sind keine Infektionsherde, erst recht nicht unter 3G, und es ist wenig aufklärerisch, die Schuld an der Entwicklung der Pandemie bei den Einzelnen zu suchen, anstatt die Verantwortlichen in Wirtschaft und Politik zu benennen. Anstatt der Vorgabe Lehrveranstaltungen unter 2G stattfinden zu lassen, wäre beispielsweise ein sinnvoller Beitrag der UHH eine aufsuchende Impfkampagne von der Universität für Studierende und für die gesamte Bevölkerung anzubieten.

Die Lehre ist ein zentraler Bestandteil der Aufgabe und der gesellschaftlichen Verantwortung einer Universität. Gute Lehrangebote sind nur in Präsenz möglich, da es dort zu erkenntnisbringenden Diskussionen zwischen Lehrenden und Studierenden kommt. Dies ist bei digitalen Angeboten nicht möglich. Es ist ein großer Unterschied, ob man probiert mit schwarzen Kacheln über Zoom bei schlechter Internetverbindung zu diskutieren oder mit realen Personen in realen Räumen (zur Illustration: FSR Sozialökonomie Zoom-Theater). Auch in der aktuellen Eindämmungsverordnung vom 24.12.21 heißt es daher weiterhin, dass die Lehre an den Hochschulen „überwiegend in Präsenz“ stattfindet.

Außerdem: Die Universität besteht nicht nur aus Lehrveranstaltungen und Prüfungen. Der soziale Kontakt, die ungeplante Begegnung, der Austausch in Lerngruppen, der Austausch unter Kommiliton:innen und Lehrenden aus verschiedenen Ländern, die Diskussion zwischen Lehrenden auf dem Flur – all das sind Begegnungen, die eine Universität erst zu einer Universität machen. Wie wichtig all das ist, sieht man auch daran, dass es unter den Auswirkungen der Digitalsemester und des (Uni-)Lockdowns einen starken Anstieg an psychischen Erkrankungen und an Studienzweifeln unter Studierenden (und sicher auch unter Lehrenden) gibt, was beispielsweise an den Zahlen der Inanspruchnahme von psychologischer Beratung an der Universität deutlich wird.

Kurz gesagt: Präsenzlehre und sozialer Kontakt halten jung! Wir sollten daher aufhören uns gegenseitig vorzumachen, dass schon alles in Ordnung sei und uns daran machen ein Höchstmaß an sinnvoller, bezugnehmender Lehre zu gestalten (siehe dazu auch das Plakat „Präsent bleiben an einer Offenen Hochschule! Eine Komödie in fünf Akten“, das wir zusammen mit anderen Aktiven gestaltet haben).

Wir fordern daher alle auf:

  • Die Lehre muss soweit es geht auf Präsenz- bzw. Hybridlehre umgestellt werden. Mindestens die Lehrveranstaltungen, die das gesamte bisherige Wintersemester in Präsenz stattgefunden haben, sollten weiterhin in Präsenz- bzw. Hybridformaten angeboten werden. Sowohl die Lehrenden als auch die Studierenden hatten sich zu Beginn des Semesters für einen Präsenzkurs entschieden.
  • Der Prüfungsdruck muss soweit wie möglich reduziert werden. Die Belastung, der Leistungsdruck und die Unsicherheiten sind allein schon dadurch viel größer, dass man alleine lernen soll. Die Vorstellung, Druck würde beim Lernen helfen muss in einer Studienreform neu angegangen werden. Akut für dieses Semester muss zumindest der Druck in den einzelnen Kursen und Prüfungen so niedrig wie möglich gehalten werden.

Die Stellungsnahme findet ihr hier auch als PDF-Datei.

Orientierungseinheit WiSe 2021/22

Liebe (zukünftige) Kommiliton:innen,

wir möchten euch hiermit bereits von studentischer Seite am Fachbereich willkommen heißen, herzlich zur Orientierungseinheit (kurz: OE) des Bachelor-Studiengangs „Sozialökonomie“ im Wintersemester (WiSe) 2021/2022 einladen und euch dazu vorab schon mal einige Informationen geben.

Die OE-Woche findet vom 04.10.21 bis zum 08.10.21 in Präsenz am Campus der Uni Hamburg statt. Die Tage sind als ganze Seminartage geplant, das heißt, dass ihr euch in dieser Woche von 10 Uhr bis ca. 16:30 Uhr zeitnehmen solltet, um durchweg mitmachen zu können. Mit dieser Woche wollen wir euch einen bestmöglichen und schlichtweg orientierungsgebenden Einstieg in das Studium ermöglichen. Inhaltlich werden wir uns vom grundlegenden Aufbau des Studiums bis hin zur Entstehung des Fachbereichs und darüber hinaus auch mit Möglichkeiten der Mitgestaltung auseinandersetzen. Und selbstverständlich geht es auch darum, euch (und uns) alle untereinander kennenzulernen, um die kommenden Jahre nicht allein, sondern gemeinsam angehen zu können.

Wo findet ihr zukünftig alle Infos?

Zur Bereitstellung sämtlicher Informationen, zur Einteilung in kleinere OE-Gruppen für die OE-Woche und zum weiteren Kontakt, ist ein Kurs auf der digitalen Lern- und Lehrplattform „OpenOlat“ für euch angelegt worden. Zum Beitreten klickt bitte auf diesen Link: https://www.openolat.uni-hamburg.de/auth/RepositoryEntry/208240762/CourseNode/104437034164653, hier könnt ihr euch dann mit eurer „B-Kennung“ (solltet ihr per Brief erhalten haben) anmelden.

 

Von jetzt an werden alle neuen Infos zum weiteren OE-Ablauf primär über „OpenOlat“ veröffentlicht.  Wir versuchen bis spätestens eine Woche vor der eigentlichen OE-Woche die finalen Infos zum Ablauf der OE zu veröffentlichen. Haltet da also euren Kurs im Blick und aktiviert ggf. die E-Mail-Weiterleitung an euer privates Postfach.

Solltet ihr vorab noch Fragen haben wie z.B. es nicht schaffen euch bei OpenOlat anzumelden, könnt ihr euch gerne an das studentische OE-Tutor:innen-Team wenden und eine Mail an Koordination.OE@gmail.com senden.

Wir freuen uns euch kennenzulernen und auf die gemeinsamen Diskussionen!

Euer studentisches Tutor:innen-Team der OE WiSe 21/22

Eine andere Welt ist möglich! Kundgebung am 11.9.21 in Erinnerung an den Putsch gegen Salvador Allende 1973 und in internationaler Solidarität mit dem linken Aufbruch in Lateinamerika heute

Kundgebung in Erinnerung an den Putsch gegen Salvador Allende 1973 und in internationaler Solidarität mit dem linken Aufbruch in Lateinamerika heute.
SAMSTAG, 11. SEPTEMBER 2021, 14 Uhr, ALLENDE-PLATZ
Musik von: Grupo Resistencia, Charo Mendívil, Las Chispas, Hugo Leyton, Katy Santos, Colombia Solidaria
Vor Beginn des sozialistischen Umbaus galt in Chile ein Großteil der Kinder als unterernährt, Millionen konnten weder lesen noch schreiben und 500.000 Familien waren obdachlos. In dieser Situation errang in freien Wahlen die Unidad Popular mit Salvador Allende 1970 die Präsidentschaft. In der folgenden Regierungszeit wurden u.a. die Bodenschätze verstaatlicht, ausländische Großunternehmen und Banken enteignet, 20.000 km² Land von Großgrundbesitzer*innen an Bäuer*innen und Kollektive übergeben, die Preise für Miete, wichtige Grundbedarfsmittel staatlich festgelegt und Bildung sowie Gesundheitsversorgung kostenfrei. Ab dem ersten Tag der Präsidentschaft Allendes wurde ausgehend von der Regierung der USA versucht, die (post)koloniale, imperialistische Weltordnung durch ein gnadenloses Kredit- und Handelsembargo, Geheimdienstoperationen inklusive Mordanschläge und die Unterstützung rechter Gruppen und Militärs im Inland aufrechtzuerhalten. Am 11. September 1973 putschte der General Augusto Pinochet mit Unterstützung der CIA und errichtete eine faschistoide Militärdiktatur. Die erreichten sozialen Fortschritte wurden daraufhin mittels eines aus den USA diktierten neoliberalen Programms zerstört, das später in Lateinamerika und weltweit exportiert wurde.
Doch diese damals eingeleitete Phase des Imperialismus, Kapitalismus und Neoliberalismus wird nun endlich ein Ende haben: in Chile hat eine soziale Bewegung – mit den Liedern von damals auf den Lippen – die Pinochet-Verfassung abgeschafft und einen demokratischen und sozialen Verfassungsgebungsprozess erkämpft, Kuba trotzt weiter der Embargo-Politik und ist beispielgebend für ein humanes Gesundheitswesen weltweit, in Kolumbien ist die soziale Bewegung mit Generalstreik für Frieden uns soziale Gerechtigkeit auf den Straßen, in Peru gelang die Wahl eines sozialistischen Lehrergewerkschafters zum Präsidenten, Venezuela hält weiter Stand gegen die imperialistischen Angriffe, in Bolivien hat das Movimiento al Socialismo den Putsch zurückgeschlagen und in Brasilien formiert sich eine breite Bewegung zur Überwindung des Bolsonarismus für eine solidarische Zukunft. In Hamburg machen wir uns auf, die Rüstungsexporte über den Hamburger Hafen per Volksinitiative zu stoppen, die Austeritätspolitik zu beenden und in Berlin stimmt die Bevölkerung im September über die Vergesellschaftung der Wohnungskonzerne ab.
Wir wollen mit der Kundgebung an den chilenischen Aufbruch von damals, die Brutalität des Imperialismus (bis heute) und die darauf folgende internationale Solidarität erinnern. Wir wollen diskutieren, wie wir Imperialismus und neoliberalen Kapitalismus in Lateinamerika und hier überwinden und eine friedliche, sozial gerechte und antirassistische Welt aufbauen können. Unter anderem mit Musik, Rede- und Kulturbeiträgen von damals und heute in Lateinamerika und international Aktiven.
Für einen neuen Aufbruch. Eine andere Welt ist möglich!
Am Samstag den 11.9.2021, ab 14 Uhr auf dem Allende-Platz
Organisiert von: Asamblea Abierta Chile Despertó, Waj Mapu – für die Menschenrechte der Mapuche, Referat für internationale Studierende im AstA der UHH, International solidarisch: Schluss mit Austerität, Inti Taklla, Piñera a La H aya Europa, Voz Latina Hamburg, Colombia Solidaria

Akteure und Konzepte des antifaschistischen Widerstandes in Deutschland 1933 – 1945

John Heartfield, 1937: „Gewidmet dem ‚Schwarzsender‘, der Abend für Abend ‚trotz Gestapo‘ den Kampf für Frieden, Freiheit und Demokratie führt.“

Akteure und Konzepte des antifaschistischen Widerstandes in Deutschland 1933 – 1945

Vortrag und Diskussion mit Prof. Dr. Joachim Hösler (Uni Marburg)

10. September 2021, 18 Uhr, Hörsaal im Fachbereich Sozialökonomie der Uni Hamburg (ehemalige HWP), Von-Melle-Park 9, 20146 Hamburg

„Und was will die Volksfront? Ganz einfach: sie will für das Volk, nicht gegen das Volk regieren, sie will dem Volk geben, was ihm zukommt, sie will den Frieden und die Freundschaft mit allen Völkern. Sie will, dass jeder wieder etwas zu sagen hat und mitreden und mitbestimmen darf. Der Arbeiter soll was zu sagen haben, wie es mit dem Lohn und der Arbeitszeit ist, der Bauer, wie es mit der Landwirtschaft steht, der Kaufmann und der Handwerker, der Beamte und der Soldat, alle sollen das Recht haben, zu sagen was sie denken und wollen. Das ist es, was man demokratische Rechte nennt. Ein solcher demokratischer Staat, eine solche Volksfrontrepublik, in der das Volk zu Wort und zu seinem Recht kommt, das ist das Ziel, das wir uns setzen müssen. […] Solch ein Staat wird reich sein, weil er vom Volke regiert wird und das Volk reich macht, weil er für die Bedürfnisse des Volkes, nicht für den Profit der grossen Fabrikanten und Bankiers arbeitet. Das klingt fast zu schön, um wahr zu sein – aber so schön es ist, es kann wahr werden und es wird wahr werden, wenn sich jeder auf seine Kraft besinnt, wenn er sich sagt: jawohl, ich will auch mitzubestimmen haben, wenn er sich einreiht in die Volksfront, die für eine schöne und bessere Zukunft – für ein freies, friedliches, glückliches Deutschland kämpft. Was kommt nach Hitler? Wir – wir alle! Die Zukunft wird unser sein!“
Ausschuß der Freunde einer deutschen Volksfront in Großbritannien, Frühjahr 1939; der Aufruf wurde in tausenden Exemplaren mit Briefen an Empfänger im deutschen Reichsgebiet gesandt

Mit weitreichenden Ambitionen für ein ziviles, demokratisches und soziales globales Zusammenleben realisierte eine weltumspannende antifaschistische Allianz gegen die faschistische Barbarei Humanität. Die Wehrmacht wurde so zur bedingungslosen Kapitulation am 8. Mai 1945 gezwungen. Dieser Tag der Befreiung von deutschem Faschismus und Weltkrieg muss deswegen auch in der BRD endlich ein Feiertag werden!

Für die heutige Verwirklichung „einer neuen Welt des Friedens und der Freiheit“ (Schwur der ehem. KZ-Häftlinge von Buchenwald, 1945) ist es von immenser Bedeutung, dass es entgegen der staatsoffiziellen Behauptung der „Kollektivschuld“ zwischen 1933 und 1945 in Deutschland eine antifaschistische Widerstandsbewegung gab. Denn sie zeigt uns: selbst die brutalste Form eines Systems von Ausbeutung, Konkurrenz, Krieg und Genozid – der Faschismus – ist weder Naturgesetz noch allmächtig: Widerstand ist immer eine notwendige Möglichkeit.

Wie aber sah der antifaschistische Widerstand im faschistischen Deutschland aus? Aufklärung mit Flugblättern und Zeitungen, Sabotage und Langsamarbeiten, Verstecken und Unterstützen von Verfolgten und Zwangsarbeiter*innen, Attentate auf Hitler (u.a. durch Georg Elser 1939), Widerstandsarbeit in den KZs bis hin zur Selbstbefreiung der KZ-Häftlinge in Buchenwald, Deserteure, klandestines Swing-Tanzen und Rezipieren humanistischer Kultur, Emigrant*innen wie Thomas Mann mit seinen Radioansprachen „An die deutschen Hörer“, etc.
Der Widerstand in Deutschland wurde getragen von der kommunistischen, sozialdemokratischen und gewerkschaftlichen Arbeiter*innenbewegung in Verbindung mit bürgerlich-humanistischen Kräften, antifaschistischen Christ*innen und den von den Nazis als jüdisch, homosexuell, asozial, Sinti und Roma etc. Verfolgten, sowie zahlreichen (internationalen) Zwangsarbeiter*innen. Sie haben aus der Befürwortung des Lebens ihre Kraft geschöpft, aus der Gewissheit, dass sie diesen Kampf gemeinsam mit Menschen aus der ganzen Welt führen und dass Freiheit, Gleichheit und Solidarität siegen werden über Menschenfeindlichkeit, Gehorsam und Opportunismus.
Aus ihrem Kampf zu lernen und ihr Anliegen in gesellschaftliche Tat umzusetzen, ist heute unser Auftrag. Er beginnt dabei, ihr Wirken gegen allerlei Lügen vom „Schlussstrich“ oder „Vogelschiss“ in die tätige Erinnerung zu rufen.

Dies wollen wir anlässlich des „Tags der Opfer des Faschismus“ diskutieren, der von Überlebenden direkt nach der Befreiung zum Erinnern, Mahnen und Diskutieren aller Strömungen des Widerstands und der Verfolgten 1945 ins Leben gerufen wurde – in dieser Weise das erste Begehen eines Tages der Befreiung in Deutschland.

Für Vortrag und Diskussion haben wir Prof. Dr. Joachim Hösler eingeladen. Er wird die Akteur*innen des antifaschistischen Widerstandes lebendig machen hinsichtlich ihrer Aktivität und Konzepte. Weiter geht es um Gründe des Scheiterns der Einheitsfront der Arbeiterbewegung 1933 sowie die spätere Kooperation aller Widerstandskräfte: welche inhaltliche Stoßrichtung und neue Qualität bildete sich in dem Zusammenschluss unter und gegen widrigste Bedingungen faschistischen Terrors? Was waren die Nachkriegskonzepte im Widerstreit zwischen Befreiung und faschistischen Kontinuitäten? Welche geschichtspolitische Bedeutung hat das Thematisieren und Bearbeiten der (sozialökonomischen) Ursachen des Faschismus und der antifaschistischen Widerstandsbewegung heute?

Aus der Diskussion dieser Fragen wollen wir Schlussfolgerungen für heute ziehen und diskutieren, warum und wie wir den 8. Mai hamburg- und bundesweit zum offiziellen und gelebten Feiertag machen.

Dr. Joachim Hösler ist Politikwissenschaftler und Historiker, der außerplanmäßiger Professor für Neuere und Osteuropäische Geschichte an der Universität Marburg ist und vor allem zur Geschichte und zum politischen System der Sowjetunion (u.a. zur Geschichtswissenschaft) und Russlands im 20. Jahrhundert arbeitet. Er ist Mitglied des Bundes demokratischer Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler und hat u.a. bei Reinhard Kühnl studiert.

Eine Veranstaltung des Hamburger Ratschlags für den 8. Mai als Feiertag: www.8mai-hamburg.de

BACK TO UNIVERSITY – Semesterabschlusswoche

Liebe Kommiliton:innen,

die letzten drei Online-Semester und die damit verbundene Vereinzelung haben stark an unser Aller Kräfte und Nerven gezerrt. Doch dies kann jetzt (zumindest teilweise) ein Ende haben! Lehrveranstaltungen und auch andere Diskussions- und Kulturveranstaltungen dürfen ab sofort endlich wieder in Präsenz stattfinden, in den Bibliotheken kann wieder gelernt werden und auch in der Mensa und im Schlüters kann wieder (ohne Testpflicht) gemeinsam gegessen und über das Verständnis der Welt und unsere Rolle darin diskutiert werden. Zeit also, dass wir alle an den Campus zurückkehren und die Uni auf neuem solidarischen, kritischen, erfreulichen Niveau wieder eröffnen!

In diesem Sinne lädt der Fachschaftsrat Sozialökonomie (FSR) euch herzlich zur gemeinsamen Belebung des Campus ein:

– Vor allem, aber nicht ausschließlich, für Kommiliton:innen aus den ersten drei Semestern, die den Campus noch nicht kennenlernen konnten, findet am Dienstag, den 06.07.21, um 16 Uhr und am Freitag, den 09.07.21, um 14 Uhr ein CAMPUSRUNDGANG statt, um sich mit den historischen Orten der Uni auseinander zu setzen, aber auch um räumliche Orientierung zu schaffen. Startpunkt ist hier jeweils vorm Haupteingang unseres Gebäudes (Von-Melle-Park 9).

– Am Mittwoch, den 07.07.21 um 14.15 Uhr laden wir als FSR alle Interessierten zu einer offenen FSR-Sitzung ein. Für den Ort (am Campus) meldet euch gern unter fsr-sozoek@uni-hamburg.de.

– Am Donnerstag, den 08.07.21 werden wir kollektiv um 14 Uhr an der Sitzung des Akademischen Senats teilnehmen, wo es auch wieder um die erweiterte Öffnung der Uni gehen wird. Weitere Informationen findet ihr hier: https://www.uni-hamburg.de/uhh/organisation/gremien/akademischer-senat.html.

– Zum Abschluss der Woche werden wir am Freitag, den 09.07.21, anschließend an den zweiten Campusrundgang die (vorläufige) Abschlusssitzung des studentischen Seminars des Themensemesters zum New Deal gestalten. Für den Ort (am Campus) meldet euch gern unter fsr-sozoek@uni-hamburg.de.

– Im Anschluss daran (09.07., ab 19.00 Uhr) wollen wir das Semester bei einem SEMESTERAUSKLANG mit Getränken, Snacks, Musik und guten Gesprächen gemeinsam rund um das Café Knallhart (Von-Melle-Park 9) ausklingen lassen.

Wir freuen uns auf euch, auf einen regen Austausch in dieser Woche und die gemeinsame Belebung des Campus! Bei Fragen aller Art meldet euch gern bei uns unter fsr-sozoek@uni-hamburg.de.

Euer Fachschaftsrat Sozialökonomie

Fakultäts- und Fachbereichsratswahlen 2021

Noch bis zum 09. Juli können alle Studierenden ihre Vertreter:innen in den Fakultäts- und Fachbereichsräten wählen. Für die demokratische, sinnvolle und erfreuliche Entwicklung der Uni und des Studiums haben wir alle und unsere Wahl Bedeutung. Deshalb rufen wir euch auf: Beteiligt euch an den Wahlen und wählt die kritischen Fachschaftsaktiven!

Als Mitglieder des Fachschaftsrats Sozialökonomie kandidieren wir auf der Liste „Für kritische Wissenschaft und Interdisziplinarität“ für den Fakultätsrat und den Fachbereichsrat. Wir wirken im Fachschaftsrat, den Gremien der demokratischen Selbstverwaltung und in verschiedenen Bündnissen und Initiativen (an der Hochschule) für…

  • kritische Wissenschaft in gesellschaftlicher Verantwortung!
  • sofortige Öffnung der Universität in solidarischer Präsenz!
  • Studienreform für emanzipatorische Bildung!
  • bedarfsdeckende und Entwicklung ermöglichende öffentliche Finanzierung!

Denn es kann ganz anders und gut werden (sozial, friedlich, demokratisch, kulturvoll
– und damit menschengemäß und erfreulich), wenn wir uns gemeinsam dafür einsetzen!

Unser ganzes Programm, sowie die Kandidierenden, könnt ihr euch hier anschauen: Programm-final

Gewählt werden kann noch bis Freitag, 09.07.2021, 14 Uhr – nur per Brief. Der Brief kann auch persönlich im Wahlamt, im Mittelweg 177, abgegeben werden.


Genauere Informationen zu den Gremien:

Der Fakultätsrat ist das höchste, demokratisch gewählte Selbstverwaltungsgremium der Fakultät für Wirtschafts- und Sozialwissenschaften. Er trifft wichtige Richtungsentscheidungen über die Struktur und Entwicklung von Studium, Lehre und Forschung. Insgesamt werden 19 Fakultätsratsmitglieder (mit jeweils einer Stellvertretung) gewählt: 10 Professor:innen, 3 Wissenschaftliche Mitarbeiter:innen, 3 Mitglieder des Technischen und Verwaltungspersonals und 3 Studierende).

Der Fachbereichsrat ist das zentrale demokratisch gewählte Selbstverwaltungsgremium auf Ebene des Fachbereichs Sozialökonomie. Er setzt sich aus dem bzw. der Fachbereichssprecher:in, vier Professor:innen aus den vier Fachgebieten, sowie je einem bzw. einer Vertreter:in des wissenschaftliches Personals, des Technischen und Verwaltungspersonal und der Studierenden zusammen.

 

Themensemester Aktionswoche vom 15.06. bis 18.06.2021

Update [11.06.21]: Die Themsemester Aktionswoche wird, wie im letzten Jahr, auf der Wiese neben unserem Gebäude (Von-Melle-Park 9) stattfinden. Die Veranstaltungen am Dienstag, den 15.06. und am Donnerstag, den 17.06. werden außerdem hybrid stattfinden, sodass man sich über Zoom dazuschalten kann. Dafür hier der Link: https://uni-hamburg.zoom.us/j/61097719117

In der Woche vom 15.06. bis 18.06.21 findet die Aktionswoche des Themensemesters “Ein New Deal für heute!” statt. Wir rufen alle Lehrenden und Studierenden am Fachbereich Sozialökonomie auf, sich an der Aktionswoche zu beteiligen.

Alle Kurse, die sich an der Aktionswoche beteiligen wollen werden in dieser Woche für die Öffentlichkeit geöffnet und gemeinsam in einer Wochenübersicht angekündigt. So haben wir die Möglichkeit, als Fachbereich zusammen zu kommen und über die dringend notwendigen gesellschaftlichen Reformen zu diskutieren, zu deren Realisierung wir aus der Sozialökonomie beitragen wollen. Sprecht die Aktionswoche also in euren Kursen an und diskutiert untereinander ob und wie ihr euch daran beteiligen wollt.

Update [11.06.21]: Die Themsemester Aktionswoche wird, wie im letzten Jahr, auf der Wiese neben unserem Gebäude (Von-Melle-Park 9) stattfinden. Die Veranstaltungen am Dienstag, den 15.06. und am Donnerstag, den 17.06. werden außerdem hybrid stattfinden, sodass man sich über Zoom dazuschalten kann. Dafür hier der Link: https://uni-hamburg.zoom.us/j/61097719117

Einen Eindruck davon, wie die Aktionswoche im letzten Jahr ausgesehen hat, könnt ihr hier bekommen.

Dienstag

10-12 Uhr: Gemeinwesen-und Sozialraumorientierung in der Sozialpädagogik mit Florian Muhl (Eine ausführliche Ankündigung findet ihr hier)
12-14 Uhr: „Ofcourse we spent money“ – zur Haushaltspolitik des New Deals mit Steffen Lehndorff (Eine ausführliche Ankündigung findet ihr hier)
15-17 Uhr: Nicht länger nichts – zum Herausbilden eines neues Selbstbewusstseins mit Steffen Lehndorff (Eine ausführliche Ankündigung findet ihr hier)
18-20 Uhr: Rechtl. Verankerung Internationaler Unternehmensverantwortung als Teil des neuen New Deals mit Karsten Nowrot, Kristina Hadzhieva und Felix Boor (Eine ausführliche Ankündigung findet ihr hier)

Mittwoch

14-16 Uhr: Offene Sitzung des FSR Sozialökonomie
16-18 Uhr: Geld-theoretische Grundlagen des Green New Deal mit David Hock und Ulrich Fritsche (Eine ausführlichere Ankündigung findet ihr hier)
21-23 Uhr: Freilichtkino gegen Austerität: „Komm und sieh“ (1985) 

Donnerstag

12-14 Uhr: Euroskeptizismus und soziale Ungleichheit mit Katharina Zimmermann, im Rahmen des Kurses „Der Euopean Green Deal aus europasoziologischer Sicht“
18-20 Uhr: Gesundheit für alle? – Der Konflikt um die Aussetzung der COVIDImpfstoffpatente mit Jörg Schaaber (BUKO Pharma) und Karsten Nowrot, im Rahmen des Kurses „Öffentliches Wirtschaftsrecht aus internationaler Perspektive“, in Kooperation mit dem ZÖSS (Eine ausführlichere Ankündigung findet ihr hier)

Freitag

Wer setzt(e) den (neuen) New Deal durch? Abschlussplenum der Aktionswoche

Das gesamte Programm für die Aktionswoche findet ihr auch nochmal hier als pdf. 

 

Wir freuen uns auf erkenntnis- und folgenreiche Diskussionen!

Bei Fragen oder Ideen schreibt uns gerne eine Email an: fsr-sozoek[at]uni-hamburg.de

Themensemester 2021/2022

Ein New Deal für heute! Wie gestalten wir einen solidarischen und nachhaltigen Weg aus der Krise? 

Im aktuellen Themensemester des Fachschaftsrats Sozialökonomie beschäftigen wir uns mit dem historischen Reformprojekt des New Deal und mit den weitreichenden gesellschaftspolitischen Konsequenzen, die aus der aktuellen Krise zu ziehen sind. Als Fachschaftsrat organisieren wir im Rahmen des Themensemesters Diskussionsveranstaltungen, ein (autonomes) studentisches Seminar und eine Themensemester Aktionswoche vom 15.-18. Juni 2021. Alle sind eingeladen, sich daran zu beteiligen!

Warum beschäftigen wir uns mit dem New Deal?

Die Covid19-Pandemie legt grundlegende Probleme der gesellschaftlichen Organisation offen und wirkt zugleich in vielfacher Hinsicht als Krisenkatalysator. Ein Weg aus der Krise besteht in nachhaltigen Verbesserungen und massiven öffentlichen Investitionen in Bildung, Kultur, Soziales, Arbeit, Nachhaltigkeit und Demokratie. Die gesellschaftliche Situation stellt damit auch die Sozialökonomie vor neue Herausforderungen: Wie gelingt nachhaltige Wirtschaftspolitik gegen die ökonomische Krise und für einen sozial-ökologischen Umbau? Wie gestalten wir ein Gemeinwesen, das den Menschen in den Mittelpunkt stellt? Wie kann ein gesellschaftliches Reformprogramm aussehen, das eine Antwort bietet auf die bestehenden Probleme und die Menschheit voranbringt?

Gegen die über lange Zeit forcierte Alternativlosigkeitsvorstellung gilt es ein neues geschichtliches Selbstbewusstsein zu erarbeiten. Wie bringen wir diese neue Konfliktfähigkeit hervor? Wie legen wir uns mit denjenigen Interessen an, die von der Alternativlosigkeitserzählung dieser Verhältnisse profitieren?

Der historische New Deal, der als Antwort auf eine ähnlich tiefgreifende Krise zu Beginn der 30er Jahre in den USA (“Great Depression”) durchgesetzt wurde, war ein umfassendes Reform- und Demokratisierungsprogramm. Mit massiven Beschäftigungs- und Investitionsprogrammen, einer Stärkung der Gewerkschaften und Arbeitnehmerrechte, einem Ausbau der sozialen Infrastruktur inklusive Bildung und Kultur sowie einer Regulierung des Finanzmarktes und massiver Vermögensbesteuerung trug er zu einer solidarischen Lösung der Krise bei. Beispielhaft seien hier folgende politische Maßnahmen angeführt:

Civilian Conservation Corps: Einsatz von 2,5 Mio. Jungen arbeitslosen Männern in der Landschaftspflege und Aufforstung. | Tennessee Valley Authority: Ausbau von Staudamm-Systemen zwecks Bewässerung, Bewirtschaftung u. Elektrifizierung | Civilian Works Administration: Öffentliche Beschäftigungsgesellschaft, mit der innerhalb von drei Monaten vier Mio. Jobs geschaffen wurden, u.a. Bau von Schulen, Straßen, Spielplätzen, Kindergärten; Unterstützung von 3.000 Künstler*innen u.a. zur literarischen und dokumentarischen Verarbeitung der Krisenjahre und des New Deal. | Securities and Exchange Commission: Staatliche Börsenaufsicht wurde eingeführt | National Labour Relations Act: Gesetzliche Absicherung des Rechts auf gewerkschaftliche Organisierung und Kontrolle der Beschäftigungsstandards. | Revenue Act: Einführung “Reichensteuer” bis 79% ab 1. Mio $, Erbschaftssteuer bis 45% und Unternehmensgewinnsteuer bis 27%.

Themensemester Aktionswoche vom 15.06. bis 18.06.2021

In der Woche vom 14.06. bis 18.06.21 findet die Aktionswoche des Themensemesters “Ein New Deal für heute!” statt. Wir rufen alle Lehrenden und Studierenden am Fachbereich Sozialökonomie auf, sich an der Aktionswoche zu beteiligen und sich in dieser Woche in den Kursen thematisch mit der Frage des New Deals auseinander zu setzen.

Alle Kurse, die sich an der Aktionswoche beteiligen wollen werden in dieser Woche für die Öffentlichkeit geöffnet und gemeinsam in einer Wochenübersicht angekündigt. So haben wir die Möglichkeit, als Fachbereich zusammen zu kommen und über die dringend notwendigen gesellschaftlichen Reformen zu diskutieren, zu deren Realisierung wir aus der Sozialökonomie beitragen wollen. Sprecht die Aktionswoche also in euren Kursen an und diskutiert untereinander ob und wie ihr euch daran beteiligen wollt.

Ob die Aktionswoche in Präsenz im Hörsaal oder wie im letzten Jahr auf dem Campus stattfinden wird ist noch nicht geklärt. Klar ist aber, dass es in jedem Fall wieder die Möglichkeit geben wird, in Präsenz (und online) mitzudiskutieren. Einen Eindruck davon, wie die Aktionswoche im letzten Jahr ausgesehen hat, könnt ihr hier bekommen.

Das Programm für die Aktionswoche als pdf findet ihr hier, sowie auch einzelne ausführliche Ankündigungen hier.

Weitere Infos folgen!

Wir freuen uns auf erkenntnis- und folgenreiche Diskussionen! Bei Fragen oder Ideen schreibt uns gerne eine Email an: fsr-sozoek[at]uni-hamburg.de

Themensemester Seminar, jeden Freitag um 16:15 Uhr

Im Rahmen des Themensemesters organisieren wir als Fachschaftsrat Sozialökonomie ein autonomes studentisches Seminar, jeden Freitag um 16:15 Uhr, beginnend am 16.04. Das Seminar findet in Präsenz statt, der Raum dafür wird per Email bekannt gegeben. Schreibt uns für die Teilnahme einfach eine Email an: fsr-sozoek@uni-hamburg.de

Inhaltlich wollen wir uns im Rahmen des Seminars mit den historischen Errungenschaften des New Deals und einer Aktualisierung für heute auseinandersetzen. Dabei wollen wir uns u.a. folgenden Fragestellungen widmen:

  • Wie kommt es zu Krisen im Kapitalismus und inwiefern ist der New Deal eine Lösung dafür?
  • Welche Rolle spielen Kunst und Kultur für gesellschaftliche Emanzipation und inwiefern war das im New Deal realisiert?
  • „Es rettet uns kein höh’res Wesen, kein Gott, kein Kaiser noch Tribun…“ Wer setzt einen New Deal durch?
  • Green New Deal: wie ist der Zusammenhang zwischen der ökologischen und der sozialen Frage?
  • „The only thing we need to fear is fear itself.“ Wie überwinden wir „Angst essen Seele auf“?

Wie kann man sich beteiligen?

Wir rufen alle Kommiliton*innen und Lehrenden am Fachbereich dazu auf, sich am Themensemester zu beteiligen und die Fragen auch in den Kursen zu diskutieren. Erste Ergebnisse sollen in einer Aktionswoche im Juni 2021 zusammengetragen werden.

Wenn ihr euch beteiligen wollt oder Rückfragen und Ideen habt, schreibt uns gerne an: fsr-sozoek[at]uni-hamburg.de