Aktuelles

Themensemester Aktionswoche vom 15.06. bis 18.06.2021

In der Woche vom 14.06. bis 18.06.21 findet die Aktionswoche des Themensemesters “Ein New Deal für heute!” statt. Wir rufen alle Lehrenden und Studierenden am Fachbereich Sozialökonomie auf, sich an der Aktionswoche zu beteiligen und sich in dieser Woche in den Kursen thematisch mit der Frage des New Deals auseinander zu setzen.

Alle Kurse, die sich an der Aktionswoche beteiligen wollen werden in dieser Woche für die Öffentlichkeit geöffnet und gemeinsam in einer Wochenübersicht angekündigt. So haben wir die Möglichkeit, als Fachbereich zusammen zu kommen und über die dringend notwendigen gesellschaftlichen Reformen zu diskutieren, zu deren Realisierung wir aus der Sozialökonomie beitragen wollen. Sprecht die Aktionswoche also in euren Kursen an und diskutiert untereinander ob und wie ihr euch daran beteiligen wollt.

Ob die Aktionswoche in Präsenz im Hörsaal oder wie im letzten Jahr auf dem Campus stattfinden wird ist noch nicht geklärt. Klar ist aber, dass es in jedem Fall wieder die Möglichkeit geben wird, in Präsenz (und online) mitzudiskutieren. Einen Eindruck davon, wie die Aktionswoche im letzten Jahr ausgesehen hat, könnt ihr hier bekommen.

Das Programm für die Aktionswoche findet ihr hier.

Weitere Infos folgen!

Wir freuen uns auf erkenntnis- und folgenreiche Diskussionen! Bei Fragen oder Ideen schreibt uns gerne eine Email an: fsr-sozoek[at]uni-hamburg.de

Themensemester 2021/2022

Ein New Deal für heute! Wie gestalten wir einen solidarischen und nachhaltigen Weg aus der Krise? 

Im aktuellen Themensemester des Fachschaftsrats Sozialökonomie beschäftigen wir uns mit dem historischen Reformprojekt des New Deal und mit den weitreichenden gesellschaftspolitischen Konsequenzen, die aus der aktuellen Krise zu ziehen sind. Als Fachschaftsrat organisieren wir im Rahmen des Themensemesters Diskussionsveranstaltungen, ein (autonomes) studentisches Seminar und eine Themensemester Aktionswoche vom 15.-18. Juni 2021. Alle sind eingeladen, sich daran zu beteiligen!

Warum beschäftigen wir uns mit dem New Deal?

Die Covid19-Pandemie legt grundlegende Probleme der gesellschaftlichen Organisation offen und wirkt zugleich in vielfacher Hinsicht als Krisenkatalysator. Ein Weg aus der Krise besteht in nachhaltigen Verbesserungen und massiven öffentlichen Investitionen in Bildung, Kultur, Soziales, Arbeit, Nachhaltigkeit und Demokratie. Die gesellschaftliche Situation stellt damit auch die Sozialökonomie vor neue Herausforderungen: Wie gelingt nachhaltige Wirtschaftspolitik gegen die ökonomische Krise und für einen sozial-ökologischen Umbau? Wie gestalten wir ein Gemeinwesen, das den Menschen in den Mittelpunkt stellt? Wie kann ein gesellschaftliches Reformprogramm aussehen, das eine Antwort bietet auf die bestehenden Probleme und die Menschheit voranbringt?

Gegen die über lange Zeit forcierte Alternativlosigkeitsvorstellung gilt es ein neues geschichtliches Selbstbewusstsein zu erarbeiten. Wie bringen wir diese neue Konfliktfähigkeit hervor? Wie legen wir uns mit denjenigen Interessen an, die von der Alternativlosigkeitserzählung dieser Verhältnisse profitieren?

Der historische New Deal, der als Antwort auf eine ähnlich tiefgreifende Krise zu Beginn der 30er Jahre in den USA (“Great Depression”) durchgesetzt wurde, war ein umfassendes Reform- und Demokratisierungsprogramm. Mit massiven Beschäftigungs- und Investitionsprogrammen, einer Stärkung der Gewerkschaften und Arbeitnehmerrechte, einem Ausbau der sozialen Infrastruktur inklusive Bildung und Kultur sowie einer Regulierung des Finanzmarktes und massiver Vermögensbesteuerung trug er zu einer solidarischen Lösung der Krise bei. Beispielhaft seien hier folgende politische Maßnahmen angeführt:

Civilian Conservation Corps: Einsatz von 2,5 Mio. Jungen arbeitslosen Männern in der Landschaftspflege und Aufforstung. | Tennessee Valley Authority: Ausbau von Staudamm-Systemen zwecks Bewässerung, Bewirtschaftung u. Elektrifizierung | Civilian Works Administration: Öffentliche Beschäftigungsgesellschaft, mit der innerhalb von drei Monaten vier Mio. Jobs geschaffen wurden, u.a. Bau von Schulen, Straßen, Spielplätzen, Kindergärten; Unterstützung von 3.000 Künstler*innen u.a. zur literarischen und dokumentarischen Verarbeitung der Krisenjahre und des New Deal. | Securities and Exchange Commission: Staatliche Börsenaufsicht wurde eingeführt | National Labour Relations Act: Gesetzliche Absicherung des Rechts auf gewerkschaftliche Organisierung und Kontrolle der Beschäftigungsstandards. | Revenue Act: Einführung “Reichensteuer” bis 79% ab 1. Mio $, Erbschaftssteuer bis 45% und Unternehmensgewinnsteuer bis 27%.

Themensemester Aktionswoche vom 15.06. bis 18.06.2021

In der Woche vom 14.06. bis 18.06.21 findet die Aktionswoche des Themensemesters “Ein New Deal für heute!” statt. Wir rufen alle Lehrenden und Studierenden am Fachbereich Sozialökonomie auf, sich an der Aktionswoche zu beteiligen und sich in dieser Woche in den Kursen thematisch mit der Frage des New Deals auseinander zu setzen.

Alle Kurse, die sich an der Aktionswoche beteiligen wollen werden in dieser Woche für die Öffentlichkeit geöffnet und gemeinsam in einer Wochenübersicht angekündigt. So haben wir die Möglichkeit, als Fachbereich zusammen zu kommen und über die dringend notwendigen gesellschaftlichen Reformen zu diskutieren, zu deren Realisierung wir aus der Sozialökonomie beitragen wollen. Sprecht die Aktionswoche also in euren Kursen an und diskutiert untereinander ob und wie ihr euch daran beteiligen wollt.

Ob die Aktionswoche in Präsenz im Hörsaal oder wie im letzten Jahr auf dem Campus stattfinden wird ist noch nicht geklärt. Klar ist aber, dass es in jedem Fall wieder die Möglichkeit geben wird, in Präsenz (und online) mitzudiskutieren. Einen Eindruck davon, wie die Aktionswoche im letzten Jahr ausgesehen hat, könnt ihr hier bekommen.

Das Programm für die Aktionswoche findet ihr hier.

Weitere Infos folgen!

Wir freuen uns auf erkenntnis- und folgenreiche Diskussionen! Bei Fragen oder Ideen schreibt uns gerne eine Email an: fsr-sozoek[at]uni-hamburg.de

Themensemester Seminar, jeden Freitag um 16:15 Uhr

Im Rahmen des Themensemesters organisieren wir als Fachschaftsrat Sozialökonomie ein autonomes studentisches Seminar, jeden Freitag um 16:15 Uhr, beginnend am 16.04. Das Seminar findet in Präsenz statt, der Raum dafür wird per Email bekannt gegeben. Schreibt uns für die Teilnahme einfach eine Email an: fsr-sozoek@uni-hamburg.de

Inhaltlich wollen wir uns im Rahmen des Seminars mit den historischen Errungenschaften des New Deals und einer Aktualisierung für heute auseinandersetzen. Dabei wollen wir uns u.a. folgenden Fragestellungen widmen:

  • Wie kommt es zu Krisen im Kapitalismus und inwiefern ist der New Deal eine Lösung dafür?
  • Welche Rolle spielen Kunst und Kultur für gesellschaftliche Emanzipation und inwiefern war das im New Deal realisiert?
  • „Es rettet uns kein höh’res Wesen, kein Gott, kein Kaiser noch Tribun…“ Wer setzt einen New Deal durch?
  • Green New Deal: wie ist der Zusammenhang zwischen der ökologischen und der sozialen Frage?
  • „The only thing we need to fear is fear itself.“ Wie überwinden wir „Angst essen Seele auf“?

Wie kann man sich beteiligen?

Wir rufen alle Kommiliton*innen und Lehrenden am Fachbereich dazu auf, sich am Themensemester zu beteiligen und die Fragen auch in den Kursen zu diskutieren. Erste Ergebnisse sollen in einer Aktionswoche im Juni 2021 zusammengetragen werden.

Wenn ihr euch beteiligen wollt oder Rückfragen und Ideen habt, schreibt uns gerne an: fsr-sozoek[at]uni-hamburg.de

Offener Brief für die Öffnung aller Hamburger Hochschulen in geschützter Präsenz

Offener Brief für die Öffnung aller Hamburger Hochschulen in geschützter Präsenz

(der offene Brief kann hier unterzeichnet werden: https://offene-hochschulen-hamburg.de/)

An die Hochschulleitungen der Hamburger Hochschulen,                                                                                23.03.2021
An die Behörde für Wissenschaft, Forschung, Gleichstellung und Bezirke,

Als Fachschaftsräte und Studierende verschiedener Hamburger Hochschulen, als aktiver Teil der studentischen Selbstverwaltung und Mitglieder der Hochschulen fordern wir den Übergang zu geschützter Präsenzlehre im Sommersemester 2021. Als wissenschaftliche Einrichtungen tragen Hochschulen die Verantwortung, ihre Forschung und Lehre im Sinne des Allgemeinwohls auszurichten. Dazu gehört die (Aus-)Bildung mündiger Persönlichkeiten, die kritische Reflexion von gesellschaftlichen Missständen, sowie die Entwicklung konstruktiver Lösungsansätze – gerade in Krisenzeiten. Um zur Verwirklichung dieser Ziele beizutragen, sind sie demokratisch verfasst und brauchen adäquate Bedingungen wie den aktiven Austausch zwischen allen Mitgliedern der Hochschule.

Zentrale Voraussetzungen für psychische und physische Gesundheit im Weltmaßstab sind der Zugang zu einer umfassenden Gesundheitsversorgung und gesunder Nahrung, soziale Sicherheit, angemessene Wohnverhältnisse, Zugang zu Kultur, Bildung und demokratischer Mitgestaltung und der produktive Austausch mit anderen Menschen. Voraussetzungen, die gesellschaftlich hergestellt werden müssen. Als Hochschulen ist es unsere Aufgabe, dazu beizutragen, dass wir als Menschheit einen Schritt vorankommen bei der Bekämpfung von Krankheiten und der Realisierung der Menschenrechte. Keine Aufgabe ist zu groß, als dass sie nicht durch kollektives Engagement gelöst werden kann. Die fortgesetzte Schließung der Hochschulen bremst.

Wir möchten in diesem Zusammenhang exemplarisch an die Leitbilder für Lehre erinnern, die sich die Hochschule für Angewandte Wissenschaft und die Universität Hamburg gegeben haben:

Von der Universitätsleitung wird erwartet, dass sie die Rahmenbedingungen für gute Lehre mit dem Ziel sicherstellt, […] die Universität für alle Menschen als einen Ort lebenslangen Lernens zu erhalten und weiter zu entwickeln(aus dem Leitbild universitärer Lehre der Universität Hamburg)

Wir leben eine demokratische und friedliche Kultur, in der wissenschaftliche Kritik, ethische Reflexion sowie der gesellschaftspolitische Bezug die Themen und Prozesse akademischen Lernens durchdringen. Unsere Hochschule ist ein Ort, an dem sich Menschen mit ihren unterschiedlichen Perspektiven offen begegnen(aus dem Leitbild für Bildung, Studium und Lehre der Hochschule für Angewandte Wissenschaften)

Die entsprechenden Hygienekonzepte für die Wiedereröffnung der Hochschulen liegen seit vielen Monaten vor, sind teilweise erprobt und können um Schnelltests und um den Einbau von leistungsfähigen Luftreinigungsanlagen ergänzt werden. Eine Verlängerung der Schließung der Hochschulen ist vor diesem Hintergrund unverantwortlich und schlichtweg schädlich.

Die Möglichkeiten für geschützte Präsenz im Sommersemester 2021 müssen sorgfältig genutzt und ausgebaut werden. Wir fordern Sie daher auf, einheitliche Standards für die Hamburger Hochschulen zu schaffen und umzusetzen:

  • Präsenzlehre im Sommersemester muss ermöglicht werden. Für studiengangrelevante Lehrformate müssen Präsenzveranstaltungen mit Hybrid- Optionen angeboten werden. Dazu zählen Labore in den Naturwissenschaften und technischen Studiengängen, genauso wie Seminare in den Sozial-, Geistes-, Kulturwissenschaften. Für die Umsetzung in Präsenz- und Hybridformaten sollten kreative Lösungen erarbeitet
  • Orientierungseinheiten müssen in Präsenz stattfinden dürfen. Eine angemessene Orientierung an der Hochschule, im Studiengang und unter den Kommiliton*innen gelingt nur in Präsenz. Die Durchführung von Orientierungseinheiten in geschützter Präsenz muss ermöglicht und unterstützt
  • Bibliotheken und Lernräume müssen sofort geöffnet werden. Der Zugang zu Literatur und angenehme räumliche Arbeits- und Lernbedingungen sind zentrale Voraussetzungen für ein Hochschulstudium. Der Zugang zu Bibliotheken und Gebäuden mit entsprechenden Einzel- und Gruppenarbeitsräumen ist zu den regulären Öffnungszeiten der Gebäude zu gewährleisten.
  • Arbeitsinfrastruktur und soziale Infrastruktur müssen bereitgestellt werden. Angemessene räumliche und technische Bedingungen für ein sinnvolles Studium können nicht vorausgesetzt werden. Geöffnete Mensen, der Campus als Ort der Begegnung, öffentliche Computerarbeitsplätze und Druck- und Kopiermöglichkeiten sind ebenso notwendige Bedingungen für ein inklusives und produktives Studium wie der Zugang zu den entsprechenden
  • Gremien müssen in Präsenz tagen können, Fachschaftsratsbüros sind zu öffnen. Die Arbeit in den Gremien der akademischen und studentischen Selbstverwaltung, wie beispielsweise in den Fachschaftsräten ist das konstitutive Element der demokratischen Hochschulorganisation. Dort werden die Belange der Mitglieder der Universität diskutiert und Sie müssen in Präsenz stattfinden können, da nur so ein konstruktiver Austausch möglich ist.

Bei der Gestaltung der Öffnung der Hochschulen wollen wir gerne durch unsere Gremienarbeit mitwirken, wir fordern Sie ebenfalls dazu auf. Um gemeinsam zu beraten und zu diskutieren, wie wir unserer Verantwortung als Hochschulen in dieser Zeit gerecht werden können bitten wir Sie um ein zeitnahes Gespräch.

Mit freundlichen Grüßen,

Fachschaftsrat Erziehungswissenschaft (UHH)
Fachschaftsrat Lehramt (UHH)
Fachschaftsrat Soziale Arbeit (HAW)
Fachschaftsrat Sozialwissenschaften (UHH)
Fachschaftsrat Sozialökonomie (UHH)
Fachschaftsrat des Hochschulübergreifenden Studiengangs Wirtschaftsingenieurwesen (HWI)

International Solidarisch: sozial verantwortliches Studieren statt Hochschul-Lockdown

[pour la version francaise veuillez regarder en bas]
International Solidarisch: sozial verantwortliches Studieren statt Hochschul-Lockdown | Diskussion mit studentischen Aktiven aus Frankreich und Deutschland
Teilnahme-Link: https://uni-hamburg.zoom.us/j/96023461575
Wenn man der deutschen und der französischen Regierung Glauben schenken möchte, dann ist es zurzeit die oberste Pflicht von Studierenden, zuhause zu bleiben und damit einen vermeintlichen Beitrag zur Eindämmung von Covid19 zu leisten. Dabei brauchen wir gerade jetzt demokratische und geöffnete Hochschulen, um Lösungen für die aktuelle Krise zu erarbeiten. Wir müssen diskutieren, wie ein Ausbau des Gesundheitswesens gelingen kann, wie gegen die steigende Arbeitslosigkeit Arbeitszeitverkürzungen durchgesetzt und die Gewerkschaften gestärkt werden können und wie wir das Patentrecht auf Pharmazeutika abschaffen oder zumindest aussetzen, damit weltweit genügend Impfstoff produziert werden kann. Es wird immer deutlicher: Gesundheit und die sozialen Interessen der Bevölkerung sind kein Gegensatz, sie werden gemeinsam realisiert (gegen die Interessen des Kapitals) oder gar nicht.
Um gegen die unerträgliche soziale Lage der Studierenden und die hergestellte Isolation zu protestieren gehen in Frankreich trotz staatlicher Repressionen seit einigen Wochen in mehreren Städten hunderte Studierende auf die Straße. Sie demonstrieren für soziale Absicherung, sinnvolle Studienbedingungen und eine Öffnung der Universitäten und fordern 1,5 Milliarden Euro Investitionen in die Hochschulen. In Lyon haben Studierende ihre Universität besetzt, um sie für das gemeinsame Lernen zu öffnen, um von dort aus gemeinsam an den digitalen Seminaren teilzunehmen, zu diskutieren und um einen Bezugs- und Anlaufpunkt in der Stadt zu bilden. Auch in Griechenland und Spanien protestieren Studierende seit einigen Wochen gegen die neoliberalen Angriffe auf die Hochschulen. Was die Proteste eint ist die Perspektive für grundlegende, über den Lockdown und den prekären Status quo hinausweisende Verbesserungen. Verbesserungen, die am Ende allen zugutekommen.
Bei der Veranstaltung wollen wir mit Kommiliton*innen aus Frankreich diskutieren, wie die Mobilisierung entgegen der Isolation und den staatlichen Repressionen gelingt und woher sie die Überzeugung und die Hoffnung für die Proteste nehmen. Wir wollen uns fragen, was die Perspektive für die Kämpfe über den Lockdown hinaus ist und was wir bei alledem voneinander lernen können.
Im FZS Schnelsen, Wählingsallee 16
Anmeldung bei: fsrsowihh@posteo.de
———————
Solidarité internationale : oui à des études socialement responsables, non à la fermeture des facs | Discussion avec des militant.e.s étudiant.es de France et d’Allemagne
À en croire les gouvernements français et allemand, le plus grand devoir des étudiant.es serait actuellement de rester chez soi et d’apporter ainsi une supposée participation à l’enrayement de l’épidémie de covid-19. C’est pourtant justement en cette période que nous avons besoin d’universités ouvertes et démocratiques pour élaborer des solutions à la crise actuelle. Nous avons besoin de discuter de la façon dont un renforcement du système de santé publique peut durablement réussir, de la façon dont des réductions du temps de travail peuvent être adoptées face à l’augmentation du chômage et de la façon dont le droit des brevets sur les produits pharmaceutiques peut être aboli, ou au moins suspendu, afin qu’assez de vaccins puissent être produits à l’échelle mondiale. Cela devient de plus en plus évident : la santé et les intérêts des populations ne sont pas en contradiction, mais sont réalisés ensemble, contre les intérêts du capital, ou ne sont pas réalisés du tout.
Afin de protester contre la situation sociale insoutenable et l’isolement créé par des décisions politiques, depuis des semaines, des centaines d’étudiant.es descendent dans la rue dans plusieurs villes de France, et ce, malgré la répression de l’Etat. Iels manifestent pour plus de protection sociale, des conditions d’étude sensées et la réouverture des universités. De plus, iels exigent 1,5 milliard d’euros d’investissement dans les universités et les conditions de vie étudiantes. En Grèce et en Espagne également, les étudiant.es manifestent depuis plusieurs semaines contre les attaques néolibérales envers les établissements d’enseignement supérieur. Ce qui est commun à ces contestations, c’est le désir d’améliorations profondes, répondant aux problématiques du confinement mais aussi dépassant le statu quo précaire. Des améliorations qui finiront par bénéficier à tout le monde.
Lors de la rencontre, nous souhaitons discuter avec des camarades français.es et allemand.es de la façon dont la mobilisation contre l’isolement et la répression de l’Etat réussit. D’où viennent la conviction et l’espoir qui poussent à aller manifester ? Nous voulons nous demander quelles sont les perspectives pour les luttes à venir après le confinement et la façon dont elles peuvent s’organiser à l’échelle franco-allemande.

Forderungen der studentischen Vollversammlung des Fachbereichs Sozialökonomie am 17.2.21

Gerade in einer gesellschaftlichen Krise wie der aktuellen, braucht es aktive, kritische, eingreifende und problemlösungsorientierte Wissenschaft und mündige Persönlichkeiten, die sich wissenschaftlich mit der Welt befassen und gebildete Erkenntnisse über die Wissenschaftseinrichtungen hinaus verbreiten. Damit wir diese Aufgabe mit guten Bedingungen kollektiv bestreiten können, sind in der Stadt, an der Universität und am Fachbereich akute Veränderungen notwendig: 

  • Das Sommersemester muss in hybrider Form (insbesondere für Seminare) so stattfinden, dass alle Raumkapazitäten in allen Bereichen und Fächern bestmöglich ausgeschöpft werden, 
  • Digitale Veranstaltungen müssen zwingend Austauschformate (auch in Präsenz) enthalten, 
  • Bibliotheken, Mensen, selbstverwaltete Räume, Rechenzentrum und Arbeitsräume müssen ab sofort wieder für Studierende zugänglich sein; dafür ist die prinzipielle Aussperrung von Studierenden aus den Uni-Gebäuden zu beenden; zusätzlich müssen Möglichkeiten für Corona-Schnelltests geschaffen werden, 
  • Fehlversuche bei Prüfungen dürfen mindestens für dieses Semester nicht gezählt werden, 
  • Das Sommersemester soll nicht für die Regelstudienzeit gezählt werden, 
  • Es braucht sofort eine rückzahlungsfreie finanzielle Zuwendung für alle Studierenden in Höhe von 900€ pro Monat, 
  • Die Zahl der benoteten Prüfungsleistungen muss stark reduziert werden, 
  • Die Studienbüros (Servicedesk) müssen zu bestimmten Zeiten wieder öffnen, 
  • Die Teilnahme an der kommenden Orientierungseinheit in Präsenz muss für alle ermöglicht werden, 
  • Der gesamte Fachbereich Sozialökonomie soll sich am geplanten Themensemester „Ein New Deal für heute? Wie gestalten wir einen solidarischen und nachhaltigen Weg aus der Krise?“ beteiligen. 
  • Die öffentliche Finanzierung der Hochschule muss bedarfsgerecht erhöht werden (u.a. für mehr Personal in Verwaltung, akademischem Mittelbau und bauliche Veränderung). 

Das Forderungspapier findet ihr hier auch als pdf.

——————————————————————————— 

Mail: fsr-sozoek@uni-hamburg.de | Telegram-Channel: https://t.me/fsrsozoekinfo | Twitter: https://twitter.com/OkFsr |
Facebook: https://www.facebook.com/Fsr-Sozial%C3%B6konomie-464067517104323 

 

Wahlaufruf zum Studierendenparlament und Akademischen Senat des FSR Sozialökonomie

Fachschafsräte sind ein zentraler Teil der studentischen Selbstverwaltung. Für eine progressive, solidarische Interessenvertretung aber, spielen das Studierendenparlament und der akademische Senat auch eine wesentliche Rolle. Daher möchten wir dazu auffordern von eurem Wahlrecht Gebrauch zu machen und selbst aktiv zu werden.

Die aktuelle Krise ist keine Naturkatastrophe. Sie macht vielmehr wie ein Brennglas deutlich wo die Probleme, in unserer aktuellen Gesellschaft liegen und bisher auch schon lagen. Wir sind vor die Herausforderung gestellt, eine neue Stufe von Kooperation und Gesellschaftlichkeit zu realisieren um die Verhältnisse zu überwinden, die diese Krise hervorgebracht haben. Dafür braucht es eine ausfinanzierte und lebendige Universität, an der ohne Selektion zur Lösung gesellschaftlicher Probleme beigetragen wird.

Um die Auseinandersetzung darum zu führen, sind an der Universität demokratische Mitbestimmungsgremien erkämpft, von denen zwei aktuell zu wählen sind:

Das Studierendenparlament (StuPa) ist das wesentliche Organ der studentischen Interessensvertretung. Dieses Parlament wählt den allgemeinen Studierendenausschuss (AStA), diskutiert und beschließt seine politischen Richtlinien und verfügt über den Haushalt der Studierendenschafft. Dabei ermöglicht es allen Studierenden regelmäßige gemeinsame Auffassungsbildung über Fachbereichs- und Fakultätsgrenzen hinweg Die Wahl war bis zum 04. Januar als Briefwahl möglich und wird als Urnenwahl vom 11.–15. Januar fortgesetzt.  Zum Wählen braucht Ihr nur euren Studierendenausweiß und könnt dann zu einem der Urnenstandorte gehen. (Mindestens im Audimax wird es eine Wahlmöglichkeit geben)

Der Akademische Senat (AS) ist das höchste Uni-Gremium. Es diskutiert Grundsatzfragen der Uni-Entwicklung und hat Beschlussrechte (z.B. zu Prüfungsordnungen, Mittelverteilung, Entwicklung der Uni etc.). Der AS ist aus Professor*innen, Studierenden, wissenschaftlichen Mitarbeiter*innen und Mitgliedern des Technischen-, Verwaltungs- und Bibliothekspersonals zusammengesetzt. Die Wahl ist eine Briefwahl, bei der wir unsere studentischen Vertreter*innen für den AS wählen können. Die Wahlunterlagen sind euch inklusive eines freigemachten Rückumschlags vom Wahlamt zugeschickt worden. Die ausgefüllten Wahlunterlagen müssen bis spätestens 15. Februar 2021, 14.00 Uhr beim Wahlamt eingegangen sein. Das Wahlamt befindet sich im Mittelweg 177, Raum S 4058, 20148 Hamburg.

Für eine progressive Interessenvertretung halten wir als FSR folgende Aspekte für beachtenswert:

Gesellschaftlich verantwortliche Wissenschaft: Forschung, Lehre und Bildung muss im Sinne der Sustainable Development Goals der Vereinten Nationen, denen sich die Universität Hamburg verpflichtet, dazu dienen die gesellschaftlichen Probleme zu rationalisieren und Lösungen für sie zu entwickeln. In dieser Pandemie hieße das, zu problematisieren, dass die bisherigen Lockdown-Maßnahmen sozial und gesundheitlich katastrophal sind, zu untersuchen wie Covid-19 in Australien, Neuseeland, Japan, Südkorea und Kuba bereits nahezu überwunden werden konnte, aber auch wie profitorientierte Produktionsverhältnisse und prekäre Arbeits- und Lebensbedingungen diese Krise erst hergestellt haben. Die aktuelle Politik verschärft nämlich vor allem lange bestehende Krisen. Wissenschaft muss deshalb, woraufhin an diesem Fachbereich das Themensemester „Gesellschaftlichen Polarisierung in Zeiten von Corona“ bereits hinarbeitete, fragen, wie verbessern wir die Situation in unseren Krankenhäusern und Pflegeheimen? Wie setzen wir zur Überwindung der Arbeitslosigkeit Arbeitszeitverkürzung und Lohnausgleich durch? Wie schaffen wir eine öffentliche Daseinsvorsorge und bezahlbaren Wohnraum für alle? Und wie setzen wir nicht vereinzelt im Konsum, sondern gesellschaftlich der Klimakrise etwas entgegen?

  • Solidarsemester: Ein Solidarsemester sollte für ein Semester in dem nur digitale Lehre angeboten wird, von uns allen gefordert werden, da knapp 1/5 von uns keine adäquaten Arbeitsplätze in unseren Wohnungen haben bzw. keine adäquate technische Ausrüstung um am Digitalsemester teilzunehmen. Durch eben diese digitale Lehre werden Prüfungsdruck und individualisiertes Lernen in der sozialen Realität der Kontaktbeschränkung nun noch stärker zum studentischen Alltag. Zudem haben 40% aller Studierenden ihren Job verloren und stehen dadurch vor enormen finanziellen Problemen. Notwendige Reformen sind weniger Prüfungen mit mehr Versuchen, Bafög das zu Leben reicht, für alle und finanzielle Unterstützung für zusätzliche Aufwendungen durchs Online-Studium. Gegen Selektion und Konkurrenz braucht es eine Ausfinanzierung der gesamten Universität und ein Ende der Schuldenbremsenpolitik.
  • Präsenzsemester: Bildung braucht Präsenz. Die fortgesetzte Schließung der Universität Hamburg ist gesamt-gesellschaftlich extrem schädlich und aus Sicht des Infektionsschutzes nicht zu rechtfertigen. Lernen gelingt in Auseinandersetzung mit Anderen. Durch kontroverse Diskussionen können neue Erkenntnisse gebildet werden. Auch das gemeinsame Essen in der Mensa hat dafür Bedeutung. Das Online Semester dagegen vereinzelt und macht unkonzentriert. Auch haben viele Zuhause gar keinen geeigneten Arbeitsplatz.

Die in Präsenz durchgeführten Orientierungseinheiten des Wintersemesters, haben gezeigt, dass es möglich ist Präsenzlehre unter Einhaltung der Hygienekonzepte durchzuführen und dass wir Studierenden verantwortungsbewusst miteinander umgehen und es somit zu keinen Infektionen kam.

Deswegen sollte die Universität unter Beachtung der Hygienekonzepte die geplante Präsenzlehre des Wintersemesters durchführen, das Sommersemester mit möglichst viel Präsenzlehre planen und die Universitätsgebäude, wie z.B. die Bibliotheken schnellstmöglich, unter Einhaltung des Hygienekonzeptes, wieder öffnen.

 

Die Selbstdarstellungen der zum StuPa kandidierenden Listen findet ihr hier: https://www.stupa.uni-hamburg.de/archiv/03-wahlen/wahl-21-22/wahlzeitung.pdf

Eine Übersicht der Urnenstandorte für die StuPa-Wahl findet ihr auf unserer Webseite: https://fsr-sozialoekonomie.de/

Als FSR treffen wir uns jeden Mittwoch um 14 Uhr. Alle sind herzlich eingeladen dazu zu kommen! Schreibt gern eine Mail, wenn ihr dazu kommen möchtet: fsr-sozoek@uni-hamburg.de

Digitale Listenvorstellung zur Wahl des Studierendenparlaments 2020/21

Dienstag, 15.12.2020 um 18 Uhr – via ZOOM

Lernt die kandidierenden Listen und ihre Programmatik kennen und trefft eine informierte, aufgeklärte Wahlentscheidung

– Eure Wahl hat Bedeutung!

In den kommenden Wochen finden die Wahlen zum Studierendenparlament (StuPa) und zum Akademischen Senat (AS), den beiden höchsten Gremien der Studentischen und Akademischen Selbstverwaltung der Universität, statt. Gerade angesichts der durch Isolation erschwerten Bedingungen für demokratische Wahlen kommt der kollektiven Gestaltung der Universität durch ihre Mitglieder aktuell besondere Bedeutung zu. Als Fachschaftsräte und Teil der studentischen Interessensvertretung wollen wir deshalb dazu beitragen, dass alle Studierenden eine informierte, aufgeklärte Wahlentscheidung treffen und damit ihrer politischen Auffassung bewusst Ausdruck verleihen können.

Deswegen laden wir euch zu einer Vorstellung der kandidierenden Listen bei den Wahlen zum Studierendenparlament ein, bei der diese ihre Programmatik vorstellen können und ihr die Möglichkeit habt, die Kandidierenden kennenzulernen und Nachfragen zu stellen.

Wissenschaft, Bildung und ihre Einrichtungen entwickeln sich ständig weiter – und daran wirken die Gremien der Akademischen und der Studentischen Selbstverwaltung maßgeblich mit. Im StuPa diskutieren 47 studentische Parlamentarier*innen verschiedener (weltanschaulicher) Fraktionen über alle Belange der verfassten Studierendenschaft (VS), u.a. über die soziale Lage, eine solidarische (Studien-)Kultur und den Haushalt der VS, mit dem über die inhaltliche Ausrichtung ihrer Arbeit entschieden wird. Zudem wird aus der Mitte des Parlaments jedes Jahr ein neuer AStA gewählt, der die studentischen Interessen auch über den Campus hinaus vertritt.

Kurzum: Eure Wahl hat Bedeutung! Verantwortungsvolle Wissenschaft und gute Lehre hängt nicht zuletzt auch davon ab, welche Relevanz alle Hochschulmitglieder ihrer demokratischen Selbstverwaltung beimessen. Wir rufen deswegen dazu auf: Informiert euch, zum Beispiel bei der Listenvorstellung, und nutzt euer Wahlrecht!

Eure Vertreter*innen für AS und StuPa könnt ihr per Brief wählen (AS bis zum 15.02., StuPa bis zum 02.01.) – für das StuPa könnt ihr auch an den Urnen am Campus in der Woche vom 11. – 15.01. wählen.

Die Veranstaltung findet via Zoom statt: https://uni-hamburg.zoom.us/j/92297161400?pwd=cDFmazJ5VVJ 4OEVQa0lpMnBKMHdvdz09 (Webinar-ID: 922 9716 1400, Kenncode: 5.@=H?y)

*** Die Listenvorstellung wird veranstaltet durch die folgenden Fachschaftsräte *** Archäologie – Bewegungs- und Gesundheitswissenschaft – Chemie und Lebensmittelchemie – Erziehungswissenschaft – Holzwirtschaft – Lehramt – Medizin – Sozialwissenschaften – Sozialökonomie

Hier findet ihr den Flyer auch als pdf.

Solidarische Krisenlösung BILDEN – für die Öffnung der Hochschulen

Demonstration am Dienstag, 24.11.20 um 15 Uhr,
Joseph-Carlebach-Platz (beim Campus Von-Melle-Park)

 

Die fortgesetzte Schließung der Universität Hamburg ist aus Sicht des Infektionsschutzes nicht zu rechtfertigen und gesamt-gesellschaftlich extrem schädlich. Hochschulen sind keine Infektions-Hotspots! Im Gegenteil, sie stehen in der Verantwortung, zu einer humanen und solidarischen Lösung der Krise beizutragen. Mit erprobten Hygienekonzepten und einer erhöhten gegenseitigen Aufmerksamkeit sollte im Wintersemester deswegen möglichst viel in Präsenz stattfinden!

In der größten (Weltwirtschafts-)Krise seit 1929 braucht es dringender denn je ein Verständnis von kollektiver Macht, von Einmischung, von Entfaltung und eine Abkehr von Individualisierung und Ellenbogengesellschaft. Hochschulen spielen dafür genauso eine Rolle wie Kunst- und Kultureinrichtungen. Alles brauchen wir, um Solidarität zu bilden, um demokratisch Lösungen zu erarbeiten und um die erdrückende soziale Ungleichheit zu überwinden. An den Hochschulen müssen wir dringend diskutieren, wie wir die Situation in den Krankenhäusern und Pflegeheimen verbessern, wie wir zur Überwindung der Arbeitslosigkeit Arbeitszeitverkürzungen durchsetzen, wie wir dem Klimawandel begegnen und wie wir entgegen der sozial-ignoranten Durchhalte-Rhetorik einen sinnvollen Umgang mit der Pandemie entwickeln. Dafür spielt die Soziologie ebenso eine Rolle wie die Medizin, die Erziehungswissenschaft und die Physik, dafür brauchen wir intensiven Austausch und Begegnung in Präsenz sowie die entsprechenden sozialen Grundlagen.

Es geht deswegen auch nicht darum, zwischen Unterhaltung, systemrelevanter Tätigkeit und Menschenleben abzuwägen. Es geht darum, dass ein gutes Leben für alle längst möglich ist. Es geht darum, dass wir uns nicht länger abspeisen lassen mit einem prekären Status quo. Eine bessere, gerechte, friedliche und soziale Welt ist möglich und wir spielen eine Rolle dabei, sie zu erstreiten und zu verwirklichen. 

Wir fordern deswegen: 

  • die Ermöglichung und Erweiterung von geschützter Präsenz in den Hochschulen für Bildung und Lehre (siehe auch die Petition: https://t1p.de/4r01), 
  • für die Verbesserung der sozialen Grundlagen des Studiums 900 Euro monatlich als Vollzuschuss,
  • die Ausfinanzierung der Hochschulen sowie der öffentlichen Daseinsvorsorge

Hier findet ihr den Demo-Flyer auch als pdf und ein Plakat als pdf zur Kundgebung.

Offener Brief an das Präsidium der Universität Hamburg

Hier findet ihr einen Offenen Brief an das Präsidium der Universität Hamburg, der am 02.11.2020 von Lehrenden aus verschiedenen Fakultäten der Uni Hamburg unterzeichnet und am 03.11.2020 versandt wurde.

Nachdem am vergangenen Freitagabend durch das Präsidium äußerst kurzfristig und ohne Notwendigkeit allen geplanten (Teil-)Präsenzveranstaltungen eine Absage erteilt wurde, wird es auf diesem Weg dazu aufgefordert, entsprechend der geltenden SARS-CoV2-Eindämmungsverordnung sowie auf Grundlage der in den letzten Monaten entwickelten Hygieneschutzkonzepte die bereits geplanten Lehrveranstaltungen in (Teil-)Präsenz im vollen Umfang zu ermöglichen.

Um über den Kreis an 31 Erstunterzeichnenden hinaus Unterstützung für das Anliegen zu sammeln, die geplante Präsenzlehre im Wintersemester auch zu ermöglichen, haben wir aus dem Offenen Brief auch eine Petition bei openpetition.de erstellt, zu deren Unterzeichnung alle Unterstützer*innen des Anliegens herzlich eingeladen sind.

Sie ist hier zu finden: https://www.openpetition.de/petition/online/die-geplante-praesenzlehre-im-wintersemester-ermoeglichen

Hamburg, den 02.11.2020

„Die Mitglieder der Universität wollen die universitären Aufgaben in der Verbindung von Forschung und Lehre, Bildung und Ausbildung in wissenschaftlicher Unabhängigkeit erfüllen. Sie wollen zur Entwicklung einer humanen, demokratischen und gerechten Gesellschaft beitragen und Frauen und Männern gleichen Zugang zu Bildung und Wissenschaft eröffnen.“

(Leitbild der Universität Hamburg)

Sehr geehrter Herr Präsident,
sehr geehrte Mitglieder des Präsidiums,

Hochschulen und Wissenschaft sind von Bedeutung für eine solidarische, nachhaltige Bearbeitung der aktuellen gesellschaftlichen Herausforderungen. Analyse und rationale Argumentation sind hochwirksam gegen Angst, Fake-News, Verschwörungstheorien und Demagogie. Wissenschaft in gesellschaftlicher Verantwortung und die universitäre Gemeinschaft brauchen Begegnung, Bezugnahme, Diskussion, Mimik, Gestik, spontane Anregungen in einem gemeinsam – unter den aktuellen Bedingungen besonders sorgfältig – belebten Raum.

In den letzten Monaten ist viel Arbeit in die Erstellung von Schutz- und Hygienekonzepten für die Realisierung von Präsenzlehre investiert worden, mit denen sowohl die Einhaltung des Mindestabstands als auch die Erfassung von Kontaktdaten überall gewährleistet werden kann. So sind für Seminare mit 20-30 Teilnehmern Hörsäle mit mehreren Hundert Sitzplätzen beplant worden.

Ein verantwortungsbewusster Umgang mit der Pandemie besteht in der sorgfältigen Realisierung von Lehre in Präsenz, von Lernen und Begegnung in den Hochschulen. Zudem sind diese Begegnungen das beste Mittel gegen Vereinsamung, Frustration und Stress. Wer die Gefährlichkeit der aktuellen Krise ernstnimmt, fördert die wissenschaftliche Arbeit in den Hamburger Hochschulen.

Die Wissenschaftssenatorin Fegebank führte auf der Pressekonferenz am 30.10.2020 in Bezug auf die Hochschulen aus: „Das heißt nach wie vor: so viel Präsenzlehre wie möglich, soviel digital wie möglich.“ [https://youtu.be/FKe90U0BcGs?t=792]

Solange Präsenzlehre an Hochschulen gemäß der Hamburger SARS-CoV2-Eindämmungsverordnung rechtlich zulässig ist, muss die Entscheidung über die Abhaltung von Präsenzveranstaltungen den Lehrenden überlassen bleiben. Dies gebietet schon das Grundrecht der Freiheit der Lehre (Art. 5 (3) GG; § 11 (1) HmbHG; vgl. dazu auch den Beschluss des Akademischen Senats in seiner 774. Sitzung am 23.04.2020, TOP 13).

Die Unterzeichnenden fordern das Präsidium der Universität in diesem Sinne dazu auf, die geplanten Präsenzveranstaltungen im vollen Umfang zu ermöglichen, selbstverständlich auf Grundlage der entwickelten Schutzkonzepte!

Mit freundlichen Grüßen

 

Die Antwort des Präsidium der Uni Hamburg findet ihr hier: https://www.uni-hamburg.de/newsroom/presse/2020/pm50.html

Und auch die Presse hat dazu bereits einiges berichtet:

https://www.rtl.de/cms/streit-um-lockdown-an-uni-hamburg-4644184.html

https://www.hamburg.de/nachrichten-hamburg/14569150/praesidium-weist-kritik-an-uni-lockdown-zurueck/

https://www.forschung-und-lehre.de/lehre/dozenten-wehren-sich-gegen-digitales-semester-3224/

https://mobil.mopo.de/hamburg/professoren-protest-wissenschaft-und-lehre-in-hamburg-waehrend-corona-unwichtig–37577616

 

https://www.ndr.de/nachrichten/hamburg/coronavirus/Hochschulen-Studieren-unter-Corona-Bedingungen,hochschulen172.html

Wahlen zum Fakultäts- und Fachbereichsrat

Momentan finden die Wahlen zu den Fakultäts- und Fachbereichsratswahlen statt – wir möchten euch noch einmal aufrufen euch mit den Wahlen auseinanderzusetzen, von eurem Wahlrecht Gebrauch zu machen und ermuntern die zwei blauen Briefe bis spätestens zum 9.7. abzuschicken.
 
Da die Universität, sowie auch die WiSo-Fakultät und der Fachbereich Sozialökonomie sich durch u.a. diese Gremien selbstverwalten, sind diese und auch die Wahlen überaus bedeutsam für die Ausrichtung und Entwicklung der Universität.
 
Als Aktive des FSR Sozialökonomie kandidieren wir sowohl für den Fachbereichsrat, als auch den Fakultätsrat. Als studentische Interessensvertretung in den Gremien streiten wir vor allem für kritische Wissenschaft, emanzipatorische Bildung für Alle, gute materielle Grundlagen für die Studierenden, demokratische Strukturen, gegen Rechts und für eine bedarfsdeckende Ausfinanzierung der Uni. Hier findet ihr exemplarisch unser Programm “Menschlich: Weniger Markt, mehr Demokratie, Recht auf Arbeit – auch an der Hochschule!”, mit welchem wir gemeinsam mit aktiven Studierenden aus der VWL und der SoWi, für den Fakultätsrat kandidieren.
 
Ebenso findet ihr hier noch einmal den offiziellen Wahlaufruf der Uni, in dem noch einmal ausführlicher erläutert wird, was der Fakultäts- und der Fachbereichsrat eigentlich sind und welche Bedeutung die Wahlen und die Gremien haben.