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Offener Brief für die Öffnung aller Hamburger Hochschulen in geschützter Präsenz

Offener Brief für die Öffnung aller Hamburger Hochschulen in geschützter Präsenz

 

An die Hochschulleitungen der Hamburger Hochschulen,                                                                                23.03.2021
An die Behörde für Wissenschaft, Forschung, Gleichstellung und Bezirke,

Als Fachschaftsräte und Studierende verschiedener Hamburger Hochschulen, als aktiver Teil der studentischen Selbstverwaltung und Mitglieder der Hochschulen fordern wir den Übergang zu geschützter Präsenzlehre im Sommersemester 2021. Als wissenschaftliche Einrichtungen tragen Hochschulen die Verantwortung, ihre Forschung und Lehre im Sinne des Allgemeinwohls auszurichten. Dazu gehört die (Aus-)Bildung mündiger Persönlichkeiten, die kritische Reflexion von gesellschaftlichen Missständen, sowie die Entwicklung konstruktiver Lösungsansätze – gerade in Krisenzeiten. Um zur Verwirklichung dieser Ziele beizutragen, sind sie demokratisch verfasst und brauchen adäquate Bedingungen wie den aktiven Austausch zwischen allen Mitgliedern der Hochschule.

Zentrale Voraussetzungen für psychische und physische Gesundheit im Weltmaßstab sind der Zugang zu einer umfassenden Gesundheitsversorgung und gesunder Nahrung, soziale Sicherheit, angemessene Wohnverhältnisse, Zugang zu Kultur, Bildung und demokratischer Mitgestaltung und der produktive Austausch mit anderen Menschen. Voraussetzungen, die gesellschaftlich hergestellt werden müssen. Als Hochschulen ist es unsere Aufgabe, dazu beizutragen, dass wir als Menschheit einen Schritt vorankommen bei der Bekämpfung von Krankheiten und der Realisierung der Menschenrechte. Keine Aufgabe ist zu groß, als dass sie nicht durch kollektives Engagement gelöst werden kann. Die fortgesetzte Schließung der Hochschulen bremst.

Wir möchten in diesem Zusammenhang exemplarisch an die Leitbilder für Lehre erinnern, die sich die Hochschule für Angewandte Wissenschaft und die Universität Hamburg gegeben haben:

Von der Universitätsleitung wird erwartet, dass sie die Rahmenbedingungen für gute Lehre mit dem Ziel sicherstellt, […] die Universität für alle Menschen als einen Ort lebenslangen Lernens zu erhalten und weiter zu entwickeln(aus dem Leitbild universitärer Lehre der Universität Hamburg)

Wir leben eine demokratische und friedliche Kultur, in der wissenschaftliche Kritik, ethische Reflexion sowie der gesellschaftspolitische Bezug die Themen und Prozesse akademischen Lernens durchdringen. Unsere Hochschule ist ein Ort, an dem sich Menschen mit ihren unterschiedlichen Perspektiven offen begegnen(aus dem Leitbild für Bildung, Studium und Lehre der Hochschule für Angewandte Wissenschaften)

Die entsprechenden Hygienekonzepte für die Wiedereröffnung der Hochschulen liegen seit vielen Monaten vor, sind teilweise erprobt und können um Schnelltests und um den Einbau von leistungsfähigen Luftreinigungsanlagen ergänzt werden. Eine Verlängerung der Schließung der Hochschulen ist vor diesem Hintergrund unverantwortlich und schlichtweg schädlich.

Die Möglichkeiten für geschützte Präsenz im Sommersemester 2021 müssen sorgfältig genutzt und ausgebaut werden. Wir fordern Sie daher auf, einheitliche Standards für die Hamburger Hochschulen zu schaffen und umzusetzen:

  • Präsenzlehre im Sommersemester muss ermöglicht werden. Für studiengangrelevante Lehrformate müssen Präsenzveranstaltungen mit Hybrid- Optionen angeboten werden. Dazu zählen Labore in den Naturwissenschaften und technischen Studiengängen, genauso wie Seminare in den Sozial-, Geistes-, Kulturwissenschaften. Für die Umsetzung in Präsenz- und Hybridformaten sollten kreative Lösungen erarbeitet
  • Orientierungseinheiten müssen in Präsenz stattfinden dürfen. Eine angemessene Orientierung an der Hochschule, im Studiengang und unter den Kommiliton*innen gelingt nur in Präsenz. Die Durchführung von Orientierungseinheiten in geschützter Präsenz muss ermöglicht und unterstützt
  • Bibliotheken und Lernräume müssen sofort geöffnet werden. Der Zugang zu Literatur und angenehme räumliche Arbeits- und Lernbedingungen sind zentrale Voraussetzungen für ein Hochschulstudium. Der Zugang zu Bibliotheken und Gebäuden mit entsprechenden Einzel- und Gruppenarbeitsräumen ist zu den regulären Öffnungszeiten der Gebäude zu gewährleisten.
  • Arbeitsinfrastruktur und soziale Infrastruktur müssen bereitgestellt werden. Angemessene räumliche und technische Bedingungen für ein sinnvolles Studium können nicht vorausgesetzt werden. Geöffnete Mensen, der Campus als Ort der Begegnung, öffentliche Computerarbeitsplätze und Druck- und Kopiermöglichkeiten sind ebenso notwendige Bedingungen für ein inklusives und produktives Studium wie der Zugang zu den entsprechenden
  • Gremien müssen in Präsenz tagen können, Fachschaftsratsbüros sind zu öffnen. Die Arbeit in den Gremien der akademischen und studentischen Selbstverwaltung, wie beispielsweise in den Fachschaftsräten ist das konstitutive Element der demokratischen Hochschulorganisation. Dort werden die Belange der Mitglieder der Universität diskutiert und Sie müssen in Präsenz stattfinden können, da nur so ein konstruktiver Austausch möglich ist.

Bei der Gestaltung der Öffnung der Hochschulen wollen wir gerne durch unsere Gremienarbeit mitwirken, wir fordern Sie ebenfalls dazu auf. Um gemeinsam zu beraten und zu diskutieren, wie wir unserer Verantwortung als Hochschulen in dieser Zeit gerecht werden können bitten wir Sie um ein zeitnahes Gespräch.

Mit freundlichen Grüßen,

Fachschaftsrat Erziehungswissenschaft (UHH)
Fachschaftsrat Lehramt (UHH)
Fachschaftsrat Soziale Arbeit (HAW)
Fachschaftsrat Sozialwissenschaften (UHH)
Fachschaftsrat Sozialökonomie (UHH)
Fachschaftsrat des Hochschulübergreifenden Studiengangs Wirtschaftsingenieurwesen (HWI)

International Solidarisch: sozial verantwortliches Studieren statt Hochschul-Lockdown

[pour la version francaise veuillez regarder en bas]
International Solidarisch: sozial verantwortliches Studieren statt Hochschul-Lockdown | Diskussion mit studentischen Aktiven aus Frankreich und Deutschland
Teilnahme-Link: https://uni-hamburg.zoom.us/j/96023461575
Wenn man der deutschen und der französischen Regierung Glauben schenken möchte, dann ist es zurzeit die oberste Pflicht von Studierenden, zuhause zu bleiben und damit einen vermeintlichen Beitrag zur Eindämmung von Covid19 zu leisten. Dabei brauchen wir gerade jetzt demokratische und geöffnete Hochschulen, um Lösungen für die aktuelle Krise zu erarbeiten. Wir müssen diskutieren, wie ein Ausbau des Gesundheitswesens gelingen kann, wie gegen die steigende Arbeitslosigkeit Arbeitszeitverkürzungen durchgesetzt und die Gewerkschaften gestärkt werden können und wie wir das Patentrecht auf Pharmazeutika abschaffen oder zumindest aussetzen, damit weltweit genügend Impfstoff produziert werden kann. Es wird immer deutlicher: Gesundheit und die sozialen Interessen der Bevölkerung sind kein Gegensatz, sie werden gemeinsam realisiert (gegen die Interessen des Kapitals) oder gar nicht.
Um gegen die unerträgliche soziale Lage der Studierenden und die hergestellte Isolation zu protestieren gehen in Frankreich trotz staatlicher Repressionen seit einigen Wochen in mehreren Städten hunderte Studierende auf die Straße. Sie demonstrieren für soziale Absicherung, sinnvolle Studienbedingungen und eine Öffnung der Universitäten und fordern 1,5 Milliarden Euro Investitionen in die Hochschulen. In Lyon haben Studierende ihre Universität besetzt, um sie für das gemeinsame Lernen zu öffnen, um von dort aus gemeinsam an den digitalen Seminaren teilzunehmen, zu diskutieren und um einen Bezugs- und Anlaufpunkt in der Stadt zu bilden. Auch in Griechenland und Spanien protestieren Studierende seit einigen Wochen gegen die neoliberalen Angriffe auf die Hochschulen. Was die Proteste eint ist die Perspektive für grundlegende, über den Lockdown und den prekären Status quo hinausweisende Verbesserungen. Verbesserungen, die am Ende allen zugutekommen.
Bei der Veranstaltung wollen wir mit Kommiliton*innen aus Frankreich diskutieren, wie die Mobilisierung entgegen der Isolation und den staatlichen Repressionen gelingt und woher sie die Überzeugung und die Hoffnung für die Proteste nehmen. Wir wollen uns fragen, was die Perspektive für die Kämpfe über den Lockdown hinaus ist und was wir bei alledem voneinander lernen können.
Im FZS Schnelsen, Wählingsallee 16
Anmeldung bei: fsrsowihh@posteo.de
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Solidarité internationale : oui à des études socialement responsables, non à la fermeture des facs | Discussion avec des militant.e.s étudiant.es de France et d’Allemagne
À en croire les gouvernements français et allemand, le plus grand devoir des étudiant.es serait actuellement de rester chez soi et d’apporter ainsi une supposée participation à l’enrayement de l’épidémie de covid-19. C’est pourtant justement en cette période que nous avons besoin d’universités ouvertes et démocratiques pour élaborer des solutions à la crise actuelle. Nous avons besoin de discuter de la façon dont un renforcement du système de santé publique peut durablement réussir, de la façon dont des réductions du temps de travail peuvent être adoptées face à l’augmentation du chômage et de la façon dont le droit des brevets sur les produits pharmaceutiques peut être aboli, ou au moins suspendu, afin qu’assez de vaccins puissent être produits à l’échelle mondiale. Cela devient de plus en plus évident : la santé et les intérêts des populations ne sont pas en contradiction, mais sont réalisés ensemble, contre les intérêts du capital, ou ne sont pas réalisés du tout.
Afin de protester contre la situation sociale insoutenable et l’isolement créé par des décisions politiques, depuis des semaines, des centaines d’étudiant.es descendent dans la rue dans plusieurs villes de France, et ce, malgré la répression de l’Etat. Iels manifestent pour plus de protection sociale, des conditions d’étude sensées et la réouverture des universités. De plus, iels exigent 1,5 milliard d’euros d’investissement dans les universités et les conditions de vie étudiantes. En Grèce et en Espagne également, les étudiant.es manifestent depuis plusieurs semaines contre les attaques néolibérales envers les établissements d’enseignement supérieur. Ce qui est commun à ces contestations, c’est le désir d’améliorations profondes, répondant aux problématiques du confinement mais aussi dépassant le statu quo précaire. Des améliorations qui finiront par bénéficier à tout le monde.
Lors de la rencontre, nous souhaitons discuter avec des camarades français.es et allemand.es de la façon dont la mobilisation contre l’isolement et la répression de l’Etat réussit. D’où viennent la conviction et l’espoir qui poussent à aller manifester ? Nous voulons nous demander quelles sont les perspectives pour les luttes à venir après le confinement et la façon dont elles peuvent s’organiser à l’échelle franco-allemande.

Wahlen zum Fakultäts- und Fachbereichsrat

Momentan finden die Wahlen zu den Fakultäts- und Fachbereichsratswahlen statt – wir möchten euch noch einmal aufrufen euch mit den Wahlen auseinanderzusetzen, von eurem Wahlrecht Gebrauch zu machen und ermuntern die zwei blauen Briefe bis spätestens zum 9.7. abzuschicken.
 
Da die Universität, sowie auch die WiSo-Fakultät und der Fachbereich Sozialökonomie sich durch u.a. diese Gremien selbstverwalten, sind diese und auch die Wahlen überaus bedeutsam für die Ausrichtung und Entwicklung der Universität.
 
Als Aktive des FSR Sozialökonomie kandidieren wir sowohl für den Fachbereichsrat, als auch den Fakultätsrat. Als studentische Interessensvertretung in den Gremien streiten wir vor allem für kritische Wissenschaft, emanzipatorische Bildung für Alle, gute materielle Grundlagen für die Studierenden, demokratische Strukturen, gegen Rechts und für eine bedarfsdeckende Ausfinanzierung der Uni. Hier findet ihr exemplarisch unser Programm “Menschlich: Weniger Markt, mehr Demokratie, Recht auf Arbeit – auch an der Hochschule!”, mit welchem wir gemeinsam mit aktiven Studierenden aus der VWL und der SoWi, für den Fakultätsrat kandidieren.
 
Ebenso findet ihr hier noch einmal den offiziellen Wahlaufruf der Uni, in dem noch einmal ausführlicher erläutert wird, was der Fakultäts- und der Fachbereichsrat eigentlich sind und welche Bedeutung die Wahlen und die Gremien haben. 

Stud. Vollversammlung am 24.6.2020 und Resolution

Am 24.06.2020 fand unsere studentische Vollversammlung des Fachbereich Sozialökonomie statt, an der ca. 40 Leute in Präsenz und einige weitere online teilnahmen. Es ist deutlich geworden, dass es einen riesengroßen Bedarf nach Diskussion und Austausch jenseits von Zoom-Seminaren und asynchroner Lehre gibt – insbesondere auch bei Erstsemester-Studierenden.

Wir haben uns zunächst gemeinsam darüber geärgert, dass man durch das Digitalsemester schlecht mit seinen Kommiliton*innen in Kontakt treten kann, sowohl in den Kursen als auch darüber hinaus. Davon ausgehend haben wir diskutiert, wie Studium, Uni und Wissenschaft anstattdessen gestaltet sein müssen, damit sie zu einer positiven Lösung dieser Krise beitragen. Wir haben diesbezüglich diskutiert, dass es kritische Wissenschaft braucht und Studium als Teil dieser verstanden werden muss und wir uns in den Kursen mehr mit aktuellen Problemen wie Arbeitslosigkeit, Armut, Krieg, Rassismus, usw. beschäftigen wollen und müssen. Wir haben diskutiert, dass es dafür eine solidarische Uni braucht (gerade in diesen Zeiten) und es statt um Prüfungen und Leistungspunktejagd mehr um gemeinsames, sinnvolles Lernen und emanzipatorische Bildung gehen muss. Und wir haben diskutiert, dass wir dafür auch schnellstmöglich wieder zur Präsenzlehre zurückkehren müssen – da ein weiteres digitales Semester und Lehrveranstaltungen “als Youtube-Videos” schwer aushaltbar und nicht sinnvoll sind. Aufbauend auf diese Diskussionen haben wir schließlich diese Resolution als Vollversammlung beschlossen.

Offener Brief an Hamburger Senat von Fachschaftsräten der Universität Hamburg

Diesen offenen Brief haben wir als FSR Sozialökonomie gemeinsam mit dreizehn anderen Fachschaftsräten der Uni Hamburg zum Start des ‘Digitalsemesters’ an die Wissenschaftssenatorin Katharina Fegebank und den gesamten Hamburger Senat verfasst. 

 

Sehr geehrte Frau Fegebank, sehr geehrte Mitglieder des Senats der Hansestadt Hamburg,

die Maßnahmen zur Eindämmung der Ausbreitung des Coronavirus Sars-CoV-2 haben fortgesetzt und gesteigert erhebliche negative Auswirkung auf die soziale Lage insbesondere auch einer Großzahl der Studierenden. Des Weiteren haben die Wissenschaftsbehörde und die Leitungen der Hochschulen beschlossen, das Sommersemester 2020 als „Digital-Semester“ beginnen zu lassen.

Für die daraus resultierenden Probleme mangelt es derzeit erheblich an angemessenen Kompensationen.
Die unterzeichnenden Fachschaftsräte fordern Sie daher zu folgenden Maßnahmen auf:

1.) Die Einrichtung einer angemessenen sozialen Unterstützung der Studierenden – restriktionsfrei 900,- € monatlich als Vollzuschuss.

Im Rahmen des bislang eingerichteten Notfonds besteht die Möglichkeit eines monatlichen Darlehens in Höhe von 400 €. Das geht an der sozialen Realität vorbei:

a.) Die Lebenshaltungskosten werden nicht geringer, von 400 € kann man in Hamburg nicht Leben. Die Fördersumme muss erhöht werden auf den studentischen Durchschnittsbedarf. Das sind laut Studierendenwerk 900,- € monatlich.

b.) Wir Studierenden werden, wenn die gemeinsame Überwindung der Krise gelingt, hinterher nicht über größere Überschüsse verfügen. Die Auflage der Rückzahlung ist daher sozial unzumutbar. Der Hilfsfonds ist daher als Vollzuschuss einzurichten.

c.) Der Staat selber hat die Maßnahmen angeordnet, die nun zu den Verdienstausfällen und sozialen Härten führen. Es ist daher unnötig, dass die Studierenden diese auch noch nachweisen müssen. Der Zuschuss ist daher restriktionsfrei und unbürokratisch zu vergeben.

2.) Erkennen Sie an: Digitale Lehre kann das gemeinsame Lernen in Präsenz und gegenseitiger Begegnung nicht ersetzen.

Es ist in der Hochschuldidaktik wissenschaftlich erkannt und auch unser aller praktischer, derzeit intensive Erfahrung: Der Einsatz digitaler Medien kann – vernünftig und gezielt umgesetzt – Erkenntnisprozesse in Präsenzveranstaltungen unterstützen, er kann sie – allemal als Notnagel eingesetzt – nicht ersetzen. Alle in der Wissenschaft tätigen wissen das, also sprechen Sie es auch öffentlich laut aus. Die Konsequenz muss sein: Solange im Sommersemester 2020 Präsenzlehre nicht der Regelfall ist, ist es kein regelhaftes Vollsemester. Das über digitale Angebote realisierte Studium darf daher nicht mit der Erwartung an die Studierenden verbunden werden, regelhafte Studienleistungen zu erbringen. Wer möchte, soll können, aber: Alle in diesem Semester erbrachten Studienleistungen müssen ohne Einschränkungen in einem regelhaften Semester wiederholt werden können. Wir alle haben das Recht auf Wissenschaft, Lehre, Studium und Bildung auf höchst möglichem Niveau und haben nicht verdient, mit einer ungenügenden Nachbildung abgespeist zu werden.

3.) Die wissenschaftlichen Bibliotheken sind unter Einhaltung von Schutzmaßnahmen wieder zu öffnen.

Wissenschaft braucht Bücher. Studierende und Lehrende benötigen daher wieder Zugang zu den Bibliotheken. Diese sind bereits jetzt unterfinanziert. Daher sind großzügig Mittel bereit zu stellen, die allen Bibliotheken die Einrichtung geeigneter Schutzmaßnahmen (z.B. Plexiglasvorrichtungen etc.) ermöglicht.

4.) Alle Fristen in Hochschule, bei Ämtern, Krankenkassen etc. sind um 1 Jahr auszusetzen.

Wegen der sozialen Belastungen und der Einschränkungen im Studium kommt es unvermeidlich zu Verzögerungen im Studium. Diese Belastungen werden mit der Aufhebung der Eindämmungsmaßnahmen auch nicht sofort verschwinden und die Lehrveranstaltungsplanung ist häufig jahresweise angelegt. Es sind daher die Fristen im Studium und beim Studierendenwerk, für BAföG und Krankenkassen, bei Ämtern und der Ausländerbehörde, etc. für ein Jahr auszusetzen.

Wir hoffen auf eine positive Rückmeldung und verbleiben mit Erwartungsvollen Grüßen

Fachschaftsrat Archäologie
Fachschaftsrat Bewegungs- und Gesundheitswissenschaften
Fachschaftsrat Chemie
Fachschaftsrat Erziehungswissenschaft
Fachschaftsrat Gewerbelehramt
Fachschaftsrat Handelslehramt
Fachschaftsrat Holzwissenschaft
Fachschaftsrat Islamwissenschaften
Fachschaftsrat Lateinamerika-Studien
Fachschaftsrat Lehramt allgemeinbildende Schulen
Fachschaftsrat Molecular Life Sciences
Fachschaftsrat Sonderpädagogik
Fachschaftsrat Sozialökonomie
Fachschaftsrat Sozialwissenschaften

 

1. Mai 2020

 

Den offenen Brief findet ihr hier auch noch einmal als PDF.