Die Memorandums-Gruppe: Alternative zu „There is no alternative“

Workshop mit Rudolf Hickel 

„Der Sozialstaat war und ist finanzierbar.“ Dieser Leitgedanke schmückt den Titel der Homepage von Herbert Schui. Er ist ein Frontalangriff auf die neoliberale Praxis der kapitalfreundlichen Politik und Ideologie der
Alternativlosigkeit.

Es ist eine politische Frage, für Wohlstand und gegen Erwerbslosigkeit oder für die Profite der Unternehmen Sorge zu tragen. Es ist eine politische Aufgabe, die soziale Sicherheit für kulturelle Befreiung und Aufmüpfigkeit in Gegnerschaft zur Hartz IV-Ideologie gesellschaftlich zu realisieren. Nötig und möglich ist ein Kampf gegen Erwerbslosigkeit, nicht gegen Erwerbslose.

Seit 1975/77 erklärt dies die Memorandum-Gruppe „Alternative Wirtschaftspolitik“ mit einem jährlichen Manifest der Alternative durch qualitative Vollbeschäftigungspolitik, Wirtschaftsdemokratie und einer Umverteilung der Einkommen. Der von hunderten wissenschaftlich und gewerkschaftlich Organisierten getragene Memorandums-Bericht zeigt: Wir leben unter unseren Verhältnissen!

In diesem Workshop wollen wir mit Rudolf Hickel dem Gründungsimpetus und aktuellem Stand der Auseinandersetzung der Memo-Gruppe nachforschen und diskutieren, wie eine Bewegung für alternative Wirtschaftspolitik auf Höhe der Zeit agieren muss.

Rudolf Hickel ist Professor i.R. für Volkswirtschaftslehre, Mitglied der Arbeitsgruppe Alternative Wirtschaftspolitik und Mitherausgeber der Blätter für deutsche und internationale Politik.

Samstag, den 25.11.2017, von 11:30 – 13:30 Uhr